
Geschichte des KGB II
Grand Theft Autocracy
Vor der Auflösung der Sowjetunion begann der KGB, über den Ölexport Milliarden von Dollar in den Westen zu verschieben. Dabei kooperierte er mit der organisierten Kriminalität und internationalen Rohstoffhändlern. Die Kapitalströme landeten auf den Konten von Mafiosis und Ex-Agenten, die heute mit Putin kooperieren und den Westen korrumpieren.
Auf dem See fahren die weißen Schiffe der Touristenflotte, in der Ferne sieht man die schneebedeckten Gipfel der Hochalpen und am Ufer erhebt sich die mittelalterliche Innenstadt von Zug. Es ist eine Postkartenlandschaft - und zugleich ein ein Zentrum eines der schmutzigsten Geschäfte des Planeten: des Rohstoffhandels. Als würde sich das saubere Zug ein wenig schämen, hat es die Händler in die Vororte verbannt - vor allem nach Baar, wo sie in unauffälligen Bürohäusern Kohle, Öl und Aluminium verschieben.
Wahrzeichen von Zug ist der mächtige Zytturm, durch dessen enges Tor man die Altstadt betritt. Fugenlos angebaut steht daneben das Aklin, eines der ältesten Restaurants der Stadt. Die Karte bietet bodenständige Schweizer Küche, das aber auf höchstem Niveau. Die Decken sind niedrig, die Wände massiv getäfelt, die Tische mit Silberbesteck und Stoffservietten eingedeckt. Hansruedi Aklin, dessen Familie das Restaurant seit dem 19. Jahrhundert betreibt, bewirtet hier am Wochenende die lokalen Honoratioren und an Werktagen ein Publikum, das wegen der niedrigen Steuersätze in den Kanton gekommen ist: Banker, Vermögensverwalter und eben: Rohstoffhändler.
Einer seiner Stammgäste ist ein Mann, der das Hemd offen trägt und sein angegrautes Haar nach hinten zurückkämmt. Fotos aus jener Zeit zeigen ihn gerne mit Havanna. Hansruedi begrüßt Marc Rich mit Handschlag und gibt ihm und seinen Gästen meistens ein Séparée. Rich schätzt das Restaurant wegen seiner Diskretion und das Séparée wegen des grünen Kachelofens. Der Ofen ist ein Kunstwerk - mit Relieffiguren an den Ecken und farbigen Fayancen, die Szenen aus dem bäuerlichen Leben zeigen.
Rich ist Ende der 80er Jahre einer der erfolgreichsten Rohstoffhändler der Welt. Angefangen hatte er in einer Vier-Zimmer-Wohnung, Fax aus Platzgründen auf der Toilette, Stammkapital eine Million Franken.1 Damit hätte er nicht einmal eine Tankerladung Rohöl bezahlen können. Aber Rich kombiniert Rohstoffhandel und Banking, er überzeugt Schweizer Banken, seine Fracht für die Zeit der Fahrt zu finanzieren und die Ladung als Sicherheit zu akzeptieren. „Letter of Credit“ heißt das Finanzinstrument, und es öffnet Rich das Tor zu einem Milliardengeschäft. In der Ölkrise der 70er Jahre kommt er zudem auf die Idee, Rohöl außerhalb der Lieferketten tagesaktuell zu handeln. Damit bricht er das Monopol der Multis, kreiert den sogenannten Spotmarkt und handelte dort mit jedem, der Geld oder Öl hatte: das Apartheidsregime in Südafrika, die Ayatollahs im Iran, Fidel Castro, Pinochets Chile und Gaddafis Libyen. Innerhalb von 10 Jahren wird er der größte Erdölhändler der Welt - King of Oil.2 Geholfen haben ihm dabei die extrem niedrigen Steuern des Kantons Zug und die Diskretion der Schweizer Banken. Sie bieten damals noch anonyme Nummernkonten, was die Zahlung von Kickbacks und Schmiergeldern kolossal erleichtert3.
Rich hat sich mit Mut und Skrupellosigkeit eine strategisch einmalige Position verschafft: er steht an der Schnittstelle von Rohstoffhandel und Kapitalmarkt; und er hat Beziehungen zu nahezu allen Regimen des Planeten. Geschäft und Verbrechen sind für ihn kein Widerspruch. Diese Kombination ist für seine neuen Partner ein entscheidender Vorteil.
Ein Angebot, das man nicht ablehnen kann
An einem Abend des Jahres ´89 führt Rich einen Gast aus Moskau in den Nebenraum am Kachelofen. Nach Rotwein und Wodka erklärt der Russe sein Problem: die Zeiten seien unsicher, viele Genossen fürchteten um ihre Rente, man wolle einen Notgroschen ins Ausland bringen, aber Geld könne man ja schlecht exportieren, erstens weil’s auffällt und zweitens weil der Rubel nicht frei konvertierbar ist. Außerdem: Russlands Reichtum liege nicht auf Bankkonten, sondern im Boden. Da sei es doch besser, man exportiere Öl statt Rubel.
Rich versteht und schaut seinem Gegenüber in die Augen: Grigori Lutschanski, dunkler Schnauzbart, hohe Stirn und Neigung zum Doppelkinn, hat sich als Geschäftsmann vorgestellt, handelt aber im Auftrag des KGB4. Er war Anfang der 80er Jahre wegen Unterschlagung verurteilt und ein paar Jahre später begnadigt worden5. Die Begnadigung hatte sicher ihren Preis gehabt. „Was kostet ein Barrel Rohöl bei euch in Russland?“, fragt Rich den Mann mit dem Schnäuzer. „Ein bis zwei Dollar.“ - „Warum so wenig?“ - „Das ist Planwirtschaft, der Staat subventioniert damit die Industriekombinate.“ - „Und wer kann zu diesem Preis kaufen?“ - „Staatsbetriebe - und alle, die die Genehmigung des Staates haben.“ Das ist der Moment, in dem Rich weiß, wie er die Sowjetunion plündern und Volksvermögen unauffällig außer Landes schaffen kann. Marc Rich, King of Oil und Partner der Parias, hat dafür die perfekte Infrastruktur, das Kapital, die anonymen Konten, die Handelskanäle.
Gleich nach dem Meeting gründen Lutschanski und Rich die Nordex AG in Wien6. Das Unternehmen kauft Rohöl in der Sowjetunion für ein, zwei Dollar pro Barrel und verkauft sie auf dem Weltmarkt für das zehn- bis zwanzigfache.7 Mit Schiffen und Pipelines werden so Milliarden an russischen Volksvermögen geräuschlos extrahiert - vorbei an der Zentralbank und den offiziellen Statistiken. Den Gewinn teilen sich Rich und die Russen. Der russische Anteil wird über ein System von Tarnfirmen und Offshore-Konten verschoben. Es ist eine der größten Geldwäsche-Operationen der Geschichte8. Aber den Behörden im Westen fällt sie erst Jahre später auf.
Lutschanski war einer der Frontmänner der Operation, geschickt hatte ihn Wladimir Kryutschkow, Chef des KGB. Er und eine Gruppe von Hardlinern hatten bereits Mitte der 80er Jahre erkannt, dass die Sowjetunion auf einen Zusammenbruch zusteuert, und beschlossen, den Dienst darauf vorzubereiten. Im Kern sah ihr Plan vor, die Auslandsagenten im Westen so auszustatten, dass sie ihre Mission auch nach der Liquidierung ihres Arbeitgebers würden fortsetzen können. Ziel war es, den Westen von innen zu zersetzen, um langfristig die Wiederauferstehung Russlands zu ermöglichen9. Der Klassenfeind, die Eliten des Westens, sollten mit Zuckerbrot und Peitsche, Korruption und Kompromat, gesteuert werden. Das Sammeln von Belastungsmaterial hatte Kryutschkow bereits 1985 angeordnet, in dem berüchtigten Befehl 20-4836/PR, der durch einen Überläufer verraten wurde.10 Inzwischen arbeiteten Kryutschkow und seine Leute an der zweiten Säule der Überlebensstrategie: „Obtschak“. Im Jargon der russischen Unterwelt ist das der Topf, aus dem die gemeinsamen kriminellen Jobs finanziert werden. Der Reptilienfonds der Auslandsagenten sollte mit Dutzenden von Milliarden Dollar gefüllt werden. Agenten und sogenannte „Freunde des Dienstes“ hatten Hunderte von Tarnfirmen gegründet - auf Zypern und Malta, in der Karibik und auf den Kanalinseln. Der britische Medienmogul Robert Maxwell steuerte gemeinsam mit dem russischen Mafiosi Mogilewitsch eine milliardenschwere Geldwäsche-Operation über Bulgarien; in New York entstand im russischen Immigrantenquartier Brighton Beach gerade ein ganzes Cluster an Unternehmen, die unter dem Cover legaler Geschäftstätigkeiten und mit russischem Startkapital Drogen- und Menschenhandel, Umsatzsteuerbetrug und Geldwäsche betrieben.
Marc Rich spielte eine Schlüsselrolle im Plan des KGB. Er sollte die Kanäle in die globalen Rohstoffmärkte öffnen und den Agenten und Mafiosi das Handwerk beibringen. Und so war er nicht nur an Nordex beteiligt, sondern kooperierte mit einer ganzen Reihe von Figuren aus der Grauzone zwischen KGB und OK. Boris Beresowski 11gehörte dazu, den das Forbes Magazin später als Paten des Kreml bezeichnen würde, und Boris Birshtein12, ein ex-KGB-Offizier, der in Genf den Rohstoffhändler Seabeco gegründet hat. Ein Bericht des Schweizer Nachrichtendienstes bringt ihn in Verbindung mit Geldwäsche, Auftragsmorden und der „Sunrise“-Mafia des pockennarbigen Semjon Mogilewitsch.
Stresstest für die Schwarzen Kassen
Und natürlich kooperieren die einzelnen Cluster des KGB untereinander: von Birshteins Seabeco reichen Transaktionen nach New York zu den Geldwäsche-Operationen der Firma Benex International, die das FBI ebenfalls dem Moskauer Paten Mogilewitsch zuordnet, und von dort in den amerikanischen Immobilienmarkt, wo bis heute Milliarden aus dem russischen Rohstoffhandel geparkt sind. Der russische Überläufer Juri Schwez und der CIA-Direktor James Woolsey werden in einer Anhörung des amerikanischen Kongresses im September ´99 sagen, dass diese Operationen der „umfassenden Infiltrierung des westlichen Finanzsystems“ dienten und im Zusammenspiel von hochrangigen Mitgliedern der sowjetischen Kommunistischen Partei, der KGB-Spitze und der obersten Unterweltbosse durchgeführt wurden.13 Der Schweizer Geheimdienst bestätigt dies in einer eigenen Untersuchung, und der Deutsche Bundestag findet in seinen Untersuchungen zahlreiche Belege dafür, dass auch die ostdeutsche Staatssicherheit Hunderte von Millionen, wenn nicht Milliarden, beiseite geschafft hat14.
Im August 1991 kommt der Stresstest für das System der schwarzen Kassen. Gorbatschow will am 20. des Monats den Vertrag über die Auflösung der Sowjetunion unterzeichnen. Am 19. putschen Kryutschkow und sein Hardliner gegen den Reformer, schrecken aber letztlich vor einem Massaker zurück und verlieren das Spiel gegen Jelzin, der den Panzern die Stirn bietet und zum Volkshelden wird. Der neue starke Mann rückt an die Stelle Gorbatschows, lässt die Putschisten verhaften und zerschlägt den mächtigen KGB. Dann schickt er seine Staatsanwälte los, um die verlorenen Milliarden zurückzuholen. Doch die Unterlagen sind längst geschreddert, und die Geheimnisträger stürzen unter rätselhaften Umständen in den Tod15. Als erster der Chef der Liegenschaftsverwaltung der Kommunistischen Partei Nikolai Krutschina, der Buch geführt hatte über Hunderte von Auslandsfirmen des KGB. „Die Nacht, in der Nikolai Krutschina in den Tod stürzte, war die Nacht, in der das Vermögen der Kommunistischen Partei auf eine neue Elite überging – und ein Teil davon landete bei den Auslandsagenten des KGB“ - schreibt die Financial Times-Journalistin Catherine Belton16.
Und noch eine Schlüsselfigur der Operation Geldwäsche kommt in den turbulenten letzten Monaten des Jahres ´91 zu Tode: vor Gran Canaria fällt der Verleger Robert Maxwell von seiner Yacht in den Atlantik17. Ein Mann, der bei Kryutschkow ein- und ausgegangen war.
Nach dem Tod der Geheimnisträger engagiert Jelzin den amerikanischen Sicherheitskonzern Kroll, um die verschwundenen Milliarden zu finden. Aber Kroll findet - nichts. Tommy Helsby, Vorstandsmitglied des Unternehmens und Leiter der Schwarzgeld-Untersuchung in Moskau, sagt später aus, dass der Misserfolg politisch gewollt war - keine Zugang zu Unterlagen, keine Kooperation mit der Staatsanwaltschaft, das musste in eine Sackgasse führen18. Das System der schwarzen Kassen bestand also diesen Stresstest und funktionierte auch nach dem Machtwechsel weiter, unabhängig von seinem Erfinder, der inzwischen im Gefängnis saß.
Zufallsfund: Milliardenloch
1991 ist das Jahr des Umbruchs: die Sowjetunion wird aufgelöst, Staaten wie die Ukraine, Kasachstan und Georgien werden in die Unabhängigkeit entlassen, und in Moskau regiert mit Boris Jelzin ein Mann, der die Zügel schleifen läßt und der Plünderung seines Landes tatenlos zuschaut. In den acht Jahren seiner Präsidentschaft entstehen die Milliardenvermögen von Chordokoswki, Roman Abramowitsch, Amischer Usmanow, Michail Fridman und vielen anderen. Sie alle agierten als Verbündete des KGB und seiner Untergruppen - oft in Konkurrenz zueinander. Wirtschaftliche Konflikte wurden mit Killerkommandos gelöst, und immer war auch die russische Mafia mit dabei. Das ist das Milieu, aus dem Milliarden Richtung Westen flossen - nach Zug, Wien, London und New York. Der Strom des Kapitals war so mächtig, dass er an seinen Zielorten das Fundament der gesellschaftlichen Ordnung unterspülen und zu einem Machtfaktor hinter den Kulissen werden konnte. In der Wirtschaft, der Politik, im Sport, den Medien und der Justiz.
Die Dimension des Kapitalstroms kam eher durch einen Zufall ans Licht.
Der französische Wirtschaftswissenschaftler Thomas Piketty wurde 2015 mit einem Buch über soziale Ungleichheit zum Posterboy der französischen Linken. Titel „Das Kapital im 21. Jahrhundert“. Kurz darauf untersuchte Piketty zusammen mit zwei britischen Kollegen die Geschichte der Ungleichheit in Rußland: „From Soviets to Oligarchs - Inequality in Russia19“. Erwartungsgemäß stellten die Forscher extreme Vermögensunterschiede fest, stießen dabei aber auf etwas viel beunruhigenderes: ein gigantisches Loch in der Vermögensbilanz der Nation.
Pikettys Daten zeigten, dass Russland ab 1990 Jahr für Jahr Exportüberschüsse von 5 bis 10% seiner Wirtschaftsleistung erzielte. Addiert man die Jahre von 1990 bis 2015 zusammen, müsste das Land nach Abzug der Auslandsschulden rund 800 Milliarden Dollar akkumuliert haben, und diese Summe müsste sich in der Vermögensbilanz des Staates und der privaten Haushalte spiegeln. Dort aber ist von dem Reichtum keine Spur zu finden.20 Weder auf den Konten russischer Banken, noch als Auslandsguthaben bei westlichen Finanzinstituten. Das bedeutet: Russlands Reichtum wurde illegal exportiert und landete unter anderem auf den Offshore-Konten der Rohstoffexporteure. Im Namen von verschachtelten Finanzholdings und Briefkastenfirmen, deren Ultimate Beneficial Owners die Agenten, Mafiosi und Oligarchen sind, die als Handlanger des KGB angefangen haben und nun selbst zu den Herren des Geldes geworden sind.
Nur selten gerieten die Geldtransfers aus dem Rohstoffhandel ins Visier westlicher Behörden. Im Sommer 1999 fielen dem FBI ungewöhnliche Kontobewegungen bei der Bank of New York auf. Benex International, eine Hinterhof-Firma aus Brooklyn erhielt rund um die Uhr alle fünf Minuten eine Überweisung von Offshore-Firmen und einer Briefkasten-Bank aus Mikronesien und leitete die Gelder umgehend auf Konten Dritter weiter. Volumen des Karussells: 200 Millionen Dollar pro Monat21. Auf Seiten der Bank von New York geriet die Leiterin der Osteuropa-Abteilung, Lucy Edwards, in Verdacht. Schlüsselfigur der Geldwäsche war aber ihr Ehemann, der russische Einwanderer Peter Berlin, der Benex International betrieb22. 7 Milliarden Dollar soll er innerhalb von 18 Monaten über die Bank of New York verschoben haben. Der eigentliche Drahtzieher des Geldwäsche-Karussells saß aber in Moskau: Semjon Mogilewitsch, Pate der Mafia-Gang „Rising Sun“, Partner des russischen Geheimdienstes.
Das FBI beschreibt ihn in einem internen Dossier als Boss eines kriminellen Imperiums, das sein Geld mit Drogen- und Waffenhandel, Prostitution und Menschenhandel verdient und seine Interessen mit außergewöhnlicher Brutalität durchsetzt23. Das Autoren-Duo Gordon Thomas und Martin Dillon schreibt in einer Maxwell-Biographie über ihn und sein Umfeld: „Their business was corruption and pornography of every kind: fortunes were made from prostitution and drug traficking, from trading in men, women and children for the sex industry, from the mass marketing of obscene films, from contract killings, blackmail, extortion.24“ Vieles davon Straftaten, die auch in den Epstein-Files auftauchen.
Die Erkenntnisse des FBI schockierten Washington: die finstersten Elemente der russischen Unterwelt hatten eine der ältesten, angesehensten und größten Banken der USA für Geldwäsche benutzt, hatten sich Insider gefügig gemacht und Milliarden in den amerikanischen Finanzmarkt eingeschleust. Gleichzeitig handelten diese Elemente nicht nur auf eigene Rechnung, sondern auch für den Sicherheitsapparat Russlands. Ein Hinweis darauf, dass sie nicht nur eine kriminelle, sondern auch eine politische Mission hatten: die Unterwanderung der westlichen Gesellschaften.
Die Zersetzung des Westens
Zehn Jahre hat es gedauert, bis in den demokratischen Gesellschaften des Westens die Erkenntnis dämmert, dass sie das Ziel einer strategischen Operation sind, die der einstige KGB-Chef Wladimir Kryutschkow ausgebrütet hatte. Sein Plan, Kompromat im Kreis der Eliten zu sammeln, Schwarzgeld in ihr System zu injizieren und auf diese Weise langfristig Einfluss zu gewinnen, war anspruchsvoll und kompliziert - ein weiter Wurf sozusagen, aber er hat sein Ziel getroffen. Nach Aussage eines ehemaligen KGB-Offiziers sind die Schwarzgeldoperationen die mächtigste Waffe, die Russland jemals geschaffen hat: »Atomwaffen kann man nicht jeden Tag benutzen, Schwarzgeld schon. Es kann verwendet werden, um das westliche System von innen zu zersetzen25.«
Russische Akteure gehen Allianzen mit den Mafia-Familien der Ostküste ein und investieren vor allem in Immobilien. Einer der Knotenpunkte der Geldwäsche ist der berühmte Trump Tower, dessen vergoldeter 80er Jahre-Chic den Geschmack der Russen trifft. Dort geben sich russische Makler und Investoren mit zweifelhaftem Hintergrund die Klinke in die Hand; kaufen Condos mit Bargeld oder schieben Off-Shore-Gesellschaften vor. Und hier mietet Ende der 90er Jahre auch die Bayrock Group ein Büro26. Ihr Kapital stammt aus der Schweiz, aus dem Umfeld der Seabeco Group. Das ist der Rohstoffhändler, den der ex-KGB-Offizier Boris Birshtein mit Unterstützung von Marc Rich in Genf aufgebaut hat. Damals noch im Auftrag von Kryutschkow und des KGB.
In New York führt nun Birshteins Schwiegersohn Alexander Shnaider die Geschäfte, gemeinsam mit Partnern entwickeln sie das Trump Soho und einen 65 Stockwerke hohen Hotel- und Büroturm in Toronto27. So führt die Spur der Obtschak, der schwarzen Kassen der Unterwelt, von den Ölquellen und Bauxitminen Sibiriens über die Schweiz bis ins Herz des Kapitalismus, die Wallstreet und den New Yorker Immobilienmarkt. Dies passiert zu einer Zeit, als Jeffrey Epstein milliardenschwere Sponsoren bekommt und beginnt, Minderjährige zu vermitteln. Sein Partner in Crime ist Ghislaine Maxwell, die Tochter jenes Mannes, der mit dem Moskauer Paten und Menschenhändler Mogilewitsch Geldwäsche betrieben hat. Die Gleichzeitigkeit dieser Ereignisse ist kein Beleg für einen Zusammenhang. Aber es ist ein Punkt, den wir für die weiteren Folgen von Stealth Crime im Auge behalten.
Vom Feuerwehrmann zum Milliardär
Auch in Europa arbeitet sich die russische Mafia ins Establishment vor. Wir folgen einer Spur, die in einem kleinen Dorf in Rumänien beginnt. Dort gründeten 2003 drei Rumänen ohne Erfahrung in Wirtschaft, eine Schauspielerin mit Geldschwierigkeiten, eine Krankenschwester und ein Anwalt das Unternehmen Eural Trans Gas. Der Anwalt kommt aus Israel und arbeitet für das organisierte Verbrechen, genauer: für Semjon Mogilewitsch, den Paten von Moskau. Gleich nach der Gründung bekommt das Startup 300 Millionen Dollar Kreditzusagen von Gazprom und beginnt, Gas im Milliardenvolumen aus Turkmenistan in die Ukraine zu exportieren.28 Als der amerikanische Botschafter in Kiew die Verbindungen der Firma zur russischen organisierten Kriminalität öffentlich macht und damit einen Skandal auslöst, wird Eural Trans Gas heimlich abgewickelt und das Geschäft an eine neue Firma übertragen: RussUkrEnergo. 50% gehören der russischen Gazprom, was der Firma einen seriösen Anstrich gibt. Die anderen 50 Prozent gehören Dmitrow Firtasch29. Firtasch ist Ukrainer, war Feuerwehrmann und stieg in den 90er Jahren in den Lebensmittelhandel mit Turkmenistan ein. Ein kleiner Fisch. Als Putin und seine Leute nach der Jahrtausendwende die russische Öl- und Gasindustrie übernehmen, wird er innerhalb weniger Jahre zu einer Schlüsselfigur des Sektors. „Statt das Gas mit einem transparenten Preissystem direkt über Gazprom zu verkaufen, wurde es durch einen zwielichtigen Zwischenhändler gehandelt, was die Möglichkeit eröffnete, Dollargewinne in Milliardenhöhe abzuschöpfen – und potenziell als Schmiergelder zu verteilen“ - schreibt die Financial-Times-Journalistin Catherine Belton in ihrem Buch über Putins Netzwerk30. In diesem System fungiert Firtasch als Handlanger Moskaus und nimmt Einfluss auf die ukrainische Politik. Die Indizien deuten darauf hin, dass Firtasch dabei auch ein Strohmann der russischen Mafia und des Paten Mogilewitsch ist, der wiederum in einem Bündnis mit dem russischen Geheimdienst und Putins Leuten agiert31. Firtasch hat diese Verbindung immer wieder dementiert. Allerdings hat die Nachrichtenagentur Reuters in einem Hintergrundbericht über Firtasch und seinen „Sweetheart Deal“ mit Moskau festgestellt, dass Putin der DF Group eine Kreditlinie von 11 Milliarden Dollar einräumte.32
Im Gegensatz zu Mogilewitsch ist Firtasch auf den ersten Blick gesellschaftsfähig - graue Haare, gute Anzüge, geschmackvolle Krawatten, seriöse Ausstrahlung. Seine Holding wird auf 10 Milliarden geschätzt - mit weltweiten Beteiligungen an Medien, Chemiefirmen und Banken. Er wohnt in Wien, einer Drehscheibe für Ost-West-Verbindungen33; hat ein repräsentatives Palais von einem Aufsichtsrat der Deutschen Bank gemietet 34, und sich auch ansonsten in der europäischen Oberschicht häuslich eingerichtet:
im Bord seiner Holding sitzt Roger Asquith, der Dritte Lord Oxford;
in Cambridge sponsert Firtasch die Universität, Fotos zeigen ihn in roter Festrobe mit Prince Philip;
er überweist Spenden an die Tories - darunter Pauline Neville Jones, die Ministerin für Sicherheit und Terrorismus-Abwehr, die deshalb 2011 zurücktreten muss35.
Gleichzeitig pflegt er Verbindungen zu Jan Marsalek, COO von Wirecard, Protegé des russischen Geheimdienstes und Drahtzieher eines der größten Wirtschaftsverbrechen der deutschen Geschichte. Marsalek richtete gegen die Warnung seiner Compliance Konten für Firtasch ein, bevor er er sich über Wien und Minsk nach Moskau absetzte.
Der Fall Firtasch spielt in der Grauzone zwischen Politik, Nachrichtendiensten und organisierter Kriminalität. Er ist ein Musterbeispiel dafür, wie die Infiltration westlicher Eliten durch russisch gesteuerte Akteure funktioniert, und wie erfolgreich sie in den vergangenen drei Jahrzehnten geworden ist. Von Kryutschkows Idee, aus Kompromat und Schwarzgeld eine Waffe zu schmieden, über den Rohstoffhandel mit verzerrten Preisen und die Geldwäsche-Operationen in Zug und New York bis hin zum royalen Handshake in den ehrwürdigen Sälen der Universität von Cambridge führt eine direkte Linie. Chef-Spion Kryutschkow schuf Ende der 80er Jahre die organisatorischen Voraussetzungen, Jelzin schaute bei der Plünderung seines Landes beiseite und Putin erbte ein Netzwerk aus Oligarchen und ehemaligen KGB-Angehörigen, das er für seine geopolitischen Zweck instrumentalisieren konnte. Die These dieser Serie ist, dass wir bisher nur die Spitze des Eisbergs gesehen haben. Dass der verdeckte Einfluss der Schattenwelt viel tiefer ins gesellschaftliche Gewebe eingedrungen ist, als wir diese wahrhaben möchten. Kompromat und Korruption sind ein verbreiteter Faktor in wirtschaftlichen und politischen Prozessen geworden. Sie sitzen heimlich mit am Tisch, wenn Mitglieder der Eliten Entscheidungen treffen.
Mafiosis im Postkartenidyll
Das zeigt uns auch unser abschließender Besuch in der Postkartenidylle von Zug. Dort ist der Gashändler RussUkrEnergo registriert, ebenso wie Nord Stream, das deutsch-russische Gemeinschaftsunternehmen, das sibirisches Gas nach Deutschland bringt. Nord Stream wurde 2005 ins Handelsregister eingetragen, CEO wurde Matthias Warnig, ein ehemaliger Major der ostdeutschen Staatssicherheit und Vertrauter Putins36. Im Verwaltungsrat saß außerdem der Zuger Anwalt Urs Hausheer, der im Verdacht steht Ende der 80er Jahre Technologieschmuggel im Auftrag der Stasi betrieben zu haben37. Der prominenteste Name im Bord ist aber Gerhard Schröder, der als Bundeskanzler den Bau der Pipeline gemeinsam mit seinem Freund Putin durchgesetzt hatte.38
Mit anderen Worten: eine Säule der deutschen Energieversorgung wurde von Leuten gesteuert, die aus dem russischen oder ostdeutschen Geheimdienstmilieu kamen; die Muttergesellschaft des Gaslieferanten arbeitet über RussUkrEnergo mit der russischen Mafia zusammen und alle zusammen dienen den geopolitischen Absichten des russischen Diktators.
Marc Rich, der Lehrmeister der ersten Generation der russischen Oligarchen, wurde von ihnen nach wenigen Jahren aus dem Geschäft gedrängt. Die USA verlangten jahrzehntelang seine Auslieferung wegen Embargoverstößen, aber am Ende begnadigt ihn Präsident Clinton. Unter anderem, weil der israelische Regierungschef Ehud Barak zugunsten seines Glaubensbruders intervenierte. Clinton und Barak gehörten zum Kreis von Jeffrey Epstein. Der wiederum Verbindungen nach Moskau hatte.
Im Zuger Traditionsrestaurant Aklin hat sich die Weinkarte an neue Bedürfnisse angepaßt. Geschäftsabschlüsse werden hier nicht mehr mit den Schweizer Spitzenlagen gefeiert, es müssen schon die großen Namen Frankreichs sein: Lafitte, Margaux oder Romanée Conti. Die zehnmal soviel kosten. Und oft hört man zum Klirren der Gläser ein rustikales "Na zdoróvye" - auf die Gesundheit.
1 2012_PublicEye,_Rohstoff - Das gefaehrlichste Geschaeft der Schweiz; S. 79
2 https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/nachruf-auf-marc-rich-tod-eines-dealers-a-908029.html
Abgerufen am 14.02.2026, 15:20:24
3 Schweizer Nummernkonten waren bis 2004 defacto anonym. Seit Juli 2004 sind die Banken verpflichtet, die Identität des Kontoinhabers festzustellen und zu dokumentieren.
https://de.wikipedia.org/wiki/Nummernkonto
4 „Luchansky (born in 1945 to a Jewish family in Latvia) was recruited by the KGB and assigned to set up
an international network of companies. Following that, he founded Nordex in 1989, with headquarters
in Vienna and subsidiaries all over the world, including Switzerland. The company officially traded in
raw materials from Russia and other CIS countries.“ Swiss Intelligence: The connection between the FSB and organized Crime; Kap. 4.1
https://tbcarchives.org/fsb-and-organized-crimes-connection-analytical-report-english-translation/ downloaded 28.01.26, 14:18:35
5 Der Wikipedia-Eintrag über Grigori Lutschanski erwähnt die Verurteilung und Begnadigung.
6 Dies geht u.a. aus dem Bericht des Schweizer Geheimdienstes hervor:
Swiss Intelligence: The connection between the FSB and organized Crime; Kap. 4.1
https://tbcarchives.org/fsb-and-organized-crimes-connection-analytical-report-english-translation/ downloaded 28.01.26, 14:18:35
Die internationale Operation „Spiderweb“, in der europäische und US-Strafverfolgungsbehörden Behörden kooperierten, kommt zu dem Ergebnis, dass Marc Rich einer der Gründer von Nordex war und dass Nordex eine zentrale Rolle in Geldwäsche-Operationen spielt. Dies steht in einem Bericht von Interpol, den die Washington Times zitiert.
https://www.washingtontimes.com/news/2002/jun/21/20020621-032133-6702r/
Download am 14.02.2026, 19:30:15
7 Die Exportvereinbarungen sahen vor, dass diese Firmen die Rohstoffe zum in der Sowjetunion geltenden Preis aufkauften, der im Rahmen der Planwirtschaft auf einem niedrigen Niveau festgesetzt war, was ihnen ermöglichte, durch den späteren Verkauf zu Weltmarktpreisen enorme Gewinne einzustreichen. Der globale Erdölpreis beispielsweise übertraf den sowjetischen Preis jener Zeit fast um das Zehnfache. 23 Das auf diese Weise eingenommene Geld wurde dann auf verschiedenen Konten bei befreundeten Banken in Europa, etwa der Schweizer Banco del Gottardo, oder in Steuerparadiesen wie Zypern, Liechtenstein, Panama, Hongkong und den britischen Kanalinseln geparkt.
Belton, Catherine. Putins Netz. (p. 78). (Function). Kindle Edition.
8 „Das war der Auftakt zur Plünderung des sowjetischen Staates und auch der Auftakt eines Bündnisses zwischen dem KGB und der organisierten Kriminalität“ - schreibt die Catherine Belton, Autorin der Financial Times,
Belton, Catherine. Putins Netz (p. 91). (Function). Kindle Edition.
9 Dei britische Journalistin Catherine Belton schildert diesen Plan in ihrem Buch „Putins Netz“: „Das sowjetische Weltreich war verloren, aber die progressiven Kräfte beim Auslandsgeheimdienst wussten, dass für die Planwirtschaft in der Auseinandersetzung mit dem Westen ohnehin nicht viel zu holen war. Für diese Leute bedeutete das Ende der kommunistischen Herrschaft nicht das Ende der Kampfhandlungen, sondern eine Gelegenheit, sie später unter anderen Vorzeichen fortzuführen.
Belton, Putins Netz, P. 100-101 (Funktion) Kindle
10 S. 25,
Comrade Kryuchkov’s Instructions, Top Secret Files on KGB Foreign Operations, 1975- 1985; Edited by Christopher Andrew and Oleg Gordievsky; Stanford 1993
Der Befehl gelangte durch den Überläufer Oleg Gordievski in den Westen und wurde in seinem Buch „Comrade Kryuchkov’s Instructions“ veröffentlicht. Die Hintergründe und die Kompromat-Strategie des KGB sind in der Stealth-Crime-Folge „Fishing for Secrets“ beschrieben.
11 New York Post, 15.0.2.2001 „How Marc helped plunder Russia“,
https://nypost.com/2001/02/15/how-marc-helped-plunder-russia/
12 Swiss Intelligence;
13 So zitiert die britische FT-Journalistin Catherine Belton die Aussagen vor dem Kongress.
Belton, Putins Netz, (p. 498) (Function) Kindle Edition;
Die Original-Protokolle sind abrufbar unter:
https://archive.org/details/russianmoneylaun00unit
14 Das deutsche Parlament („Bundestag“), hat den Abfluss von Partei- und Volksvermögen der DDR untersucht und kommt in seinem Untersuchungsbericht vom 28.5.1998 zu dem Schluss, dass zwischen 1,6 und 10 Mrd. D-Mark unterschlagen und über unbekannte Kanäle verschoben wurden;
Bericht des 2. Untersuchungsausschusses „DDR-Vermögen“
https://dserver.bundestag.de/btd/13/109/1310900.pdf
15 Da die Kommunistische Partei Jelzins Meinung nach die Schuld am versuchten Staatsstreich trug, ordnete er an, den riesigen, von verschachtelten Gängen durchzogenen Sitz des Zentralkomitees am Moskauer Alten Platz umgehend zu versiegeln. Dort lagerten in Hunderten von Räumen die Geheimnisse des weitverzweigten sowjetischen Finanzimperiums, das neben Tausenden von Verwaltungsgebäuden, Hotels, Datschen und Sanatorien auch die Bankkonten mit den harten Devisen der Partei und Hunderte, wenn nicht gar Tausende von ausländischen Firmen umfasste, die in den letzten Tagen der Sowjetunion als Gemeinschaftsunternehmen gegründet worden waren.“ Chef der Liegenschaftsverwaltung war Nikolai Krutschina. Er stürzte in der Nacht nach der Versiegelung aus dem Fenster in den Tod.
Dasselbe widerfuhr kurze Zeit später, am 6.10.1991, Krutschinas Amtsvorgänger Georgi Pawlow.
Belton, Catherine. Putins Netz. (p. 73/74). (Function). Kindle Edition.
16 Belton, Catherine. Putins Netz. (p. 84). (Function). Kindle Edition.
17 Die Zusammenarbeit zwischen Maxwell und Kryutschkow habe ich in der StealthCrime-Folge „A Toxic Inheritance - from Maxwells to Epstein“ beschrieben.
18 »Die russische Regierung hatte kein Interesse daran, dass wir etwas fanden, also fanden wir auch nichts«, sagte Tommy Helsby, ehemaliges Vorstandsmitglied von Kroll, der an dem Auftrag mitarbeitete. »Sie war nur darauf aus, unseren Namen in der Pressekonferenz nennen zu können.« .
Belton, Catherine. Putins Netz. SZ (p. 84). (Function). Kindle Edition.
19 From Soviets to Oligarchs - Inequality and Property in Russia, 1905 - 2015; Filip Novokmet, Thomas Piketty, Gabriel Zucman, Working Paper 23712; National Bureau of Economic Research, Cambridge 2017;
http://www.nber.org/papers/w23712
Piketty und seine Kollegen haben ihren Befund in einem sogenannten Working Paper des National Bureau of Economic Research veröffentlicht. Titel: „From Soviets to Oligarchs - Inequality and Property in Russia“. Die Studie wurde später einem Peer Review unterzogen und im Journal of Economic Inequality veröffentlicht, dass heißt, ihre wesentlichen Befunde sind wissenschaftlich ernst zu nehmen.
20 From Sowjets to Oligarchs, S.23
21 Belton, Putins Netz,
(p. 499). (Function). Kindle Edition.
22 Washington Post, 21.10.1999, „3 Firms’ links to Russia probed“
https://www.washingtonpost.com/archive/business/1999/10/21/3-firms-links-to-russia-probed/2ae37ebf-e98b-4d62-9bf0-7fe6d0633894/
23 Belton, Catherine. Putins Netz. (p. 500). (Function). Kindle Edition.
24 Gordon Thomas, Martin Dillon, Robert Maxwell - Israel´s Superspy, New York 2002; S. 174
25 Zitiert nach Catherin Belton, Putins Netz, (pp. 504-505). (Function). Kindle Edition.
26 Unger, Craig. American Kompromat: How the KGB Cultivated Donald Trump, and Related Tales of Sex, Greed, Power, and Treachery (English Edition) (p. 165). (Function). Kindle Edition.
27 Unger, Craig. American Kompromat: How the KGB Cultivated Donald Trump, and Related Tales of Sex, Greed, Power, and Treachery (English Edition) (p. 165). (Function). Kindle Edition.
28 Belton, Catherine. Putins Netz. (p. 403). (Function). Kindle Edition.
29 Firtasch hält seine Anteile an RussUkrenergo über seine Holding DF-Group.
https://en.wikipedia.org/wiki/Group_DF
30 Belton, Catherine. Putins Netz. (p. 402). (Function). Kindle Edition.
31 Das österreichische Magazin PROFIL veröffentlichte 2019 einen Artikel über Firtasch und sein Netzwerk - „All the President’s Men“: „Firtash once took over shares in a Cypriot shell corporation from Mogilevich's wife; he worked with people who had connections to Mogilevich. In a conversation with the Ukrainian US ambassador, Firtash is said to have confessed that he had to get Mogilevich's permission to do business in Turkmenistan. Firtash later said that he had been misunderstood.“
https://www.profil.at/oesterreich/firtash-trump-ukraine-affair-11186370
33 Österreich hat zudem den Vorteil neutral zu sein. 2014 wollen die USA Firtasch wegen Bestechung anklagen und verlangen sein Auslieferung. Firtasch wird zwar kurzzeitig verhaftet, kommt aber gegen Kaution frei und wehrt sich mit Hilfe de österreichischen Justiz so lange gegen die Auslieferung, bis diese an einer Formalie endgültig scheitert.
https://www.spiegel.de/ausland/oesterreich-liefert-oligarchen-dmitrij-firtasch-nicht-an-die-usa-aus-a-c84ca961-0f9e-453c-acc1-f2495a6537c4
34 Der DB-Aufsichtsrat ist der österreichische Investor Alexander Schütz, der eine Rolle im Wirecard-Skandal spielte und deshalb zurücktreten musste.
https://www.profil.at/oesterreich/firtash-trump-ukraine-affair-11186370
35 https://bylinetimes.com/2019/12/04/from-mafiya-to-mayfair-firtash-giuliani-and-the-london-connection/
36 Wikipedia:
https://de.wikipedia.org/wiki/Matthias_Warnig
Swiss Intelligence: The connection between FSB and organized Crime, Kapitel 5.1
https://tbcarchives.org/fsb-and-organized-crimes-connection-analytical-report-english-translation/
37 Swiss Intelligence: The connection between FSB and organized Crime, Kapitel 5.1
https://tbcarchives.org/fsb-and-organized-crimes-connection-analytical-report-english-translation/
38 Schröder beendete sein Mandat 2022 nach dem Beginn des Ukrainekriegs.
