Kundenwerbung mit Champagner & Dino

     Windhorst-Empfang im British Museum of Natural History

         Montage: SCR


Lars Windhorst (Part III)
Dinner mit Dino  

Mit Gala-Empfängen an spektakulären Orten wird Windhorst in London zum gefeierten Gastgeber. Die Events verraten aber auch viel über sein Netzwerk: russische Oligarchen, asiatische Kriminelle und ein rätselhafter Club Alter Herren, die ihm jeden Wunsch von den Lippen ablesen. In dieser Folge stelle ich das internationale Netzwerk des Finanzkünstlers vor - und seine Verstrickungen in milliardenschwere Geldwäsche-Operationen.

 

 

Der 16. Dezember 2015 ist ein triumphaler Tag für Lars Windhorst. Er hat zum seinem jährlichen Weihnachtsempfang geladen, mehrere Hundert Gäste aus Gesellschaft und Finanzindustrie werden erwartet, die Presse hat vorab berichtet. Und die Location ist eine der spektakulärsten, die London zu bieten hat: die zentrale Halle des British Museum of Natural History, eine Kathedrale der Wissenschaft und des britischen Imperialismus, groß wie ein Kirchenschiff, mit Freitreppen, hohen Arkaden und viel viktorianischem Pomp. 80 Millionen Objekte lagern hier, zusammengetragen aus allen Teilen des Empire - von Axolotl bis zum Meteoritensplitter. Beweis für die Vielfalt der Schöpfung - und den Sieg des Darwinismus. 

 

Die Säulen werden an diesem Abend golden angestrahlt, und über den Tischen für das gesetzte Essen schwebt das 25 Meter lange Skelett eines Brachiosaurus - in einem unwirklich blauem Licht, das mit dem warmen Schimmer der Säulen effektvoll kontrastiert. Hals und Kopf des Fossils brechen aus der Achse aus, der Kopf steht leicht schräg, so dass es aussieht, als schaue Brachiosaurus den Vertretern des heutigen Raubtierkapitalismus direkt in die Augen. Seine gut rekonstruierten Zähne zeigen dabei ein boshaftes Grinsen. 

 

Hier also begrüßt Lars Windhorst seine Gäste. Im tadellosen Smoking steht er in der großen Halle des Museums, die Haltung straff vom täglichen Training, die Fliege selbst gebunden. Er ist jetzt 40, der jungenhafte Charm der frühen Jahre ist nicht ganz verflogen, aber in unbeobachteten Momenten tritt inzwischen ein anderer Ausdruck in den Vordergrund:  kompromisslose Härte.

 

 Es war ein weiter Weg vom Schreibwarenladen seiner Eltern in der niedersächsischen Gemeinde Rahden bis ins Zentrum der globalen Finanzmärkte. Anders als sein Sponsor Robert Hersov, der südafrikanische Minenerbe, musste Windhorst sich sein Vermögen erarbeiten. Und wo Arbeit nicht reichte, hat er sich genommen, was es brauchte, um dazu zugehören - zu jener Elite, die er zugleich bewundert und betrügt. Windhorst, der hier Souveränität und Selbstbewusstsein ausstrahlt, tut alles, um nicht bedeutungslos zu sein. Keine Yacht ist groß genug, um die Leere zu füllen, die nach immer größerer Bestätigung verlangt. Das hat Windhorst mit vielen anderen seines Schlages gemein. 

 

 

Die Kreml-Connection

Es ist fünf Jahre her, dass Windhorst aus Berlin nach London kam. Insolvent, verurteilt wegen Untreue und um Haaresbreite der berüchtigten Haftanstalt Moabit entgangen. Nun begrüßt er Lord Peter Mandelson, den er für den Beirat seiner Sapinda Holding gewonnen hat⁠1. Mandelson ist einer der mächtigsten Drahtzieher der Labour-Partei. Mehrfach Minister unter Blair und Brown, EU-Handelskommissar und im übrigen ein Meister der Hinterzimmer-Deals. „Prince of Darkness“ nennen sie ihn in Westminster. Was zu diesem Zeitpunkt kaum jemand weiß: Mandelson ist der Brückenkopf Jeffrey Epsteins in Großbritannien. Fast 6.000 Mal taucht sein Name in den Epstein-Files auf, dreimal häufiger als der von Prince Andrew. 10 Jahre später wird seine Verbindung zum Epstein-Netzwerk die Regierung Starmer in Schwierigkeiten bringen.⁠2 Kaum zum Beirat von Sapinda ernannt, bemüht sich Mandelson, den Kontakt zwischen Epstein und Windhorst herzustellen. Epstein ist interessiert, aber zu einem Treffen kommt es nicht. Ein Vertrauter von Andrew Mountbatten, der Deutsche David Stern, schreibt über Windhorst an Epstein: „A German fraud, chasing billionaires“.⁠3

 

Neben Mandelson hat Windhorst eine ganze Reihe von Männern verpflichtet, die seinem Unternehmen zumindest auf den ersten Blick Seriosität und Gewicht verleihen: da ist der deutsche Unternehmensberater Roland Berger; Edwin Eichler, ex-CEO des Stahlkonzerns ThyssenKrupp; Hubertus von Grünberg, Aufsichtsrat bei Allianz, MAN, Telekom, ABB - ein Multifunktionär der alten Deutschland AG⁠4. Und schließlich Andreas Fritzenkötter, einst Pressesprecher von Helmut Kohl. Die beiden kennen sich seit der berühmten Asienreise des Kanzlers, die den damals 18jährigen Windhorst ins Rampenlicht der Medien katapultierte. Inzwischen ist er Pressesprecher der Sapinda und residiert in Welthandelszentrums, einem Hochhaus-Komplex in Berlin-Mitte, den noch die DDR erbaut hatte.⁠5 Von dort schaut er herab auf die Abgeordnetenbüros des Bundestages, wo etliche Spenden aus Windhorsts Reich gelandet sind⁠6. 

 

Die interessanteste Figur in Windhorsts Orbit aber ist Matthias Warnig. Ein kleiner, älterer Mann mit kurzen grauen Haaren und einem Pfannkuchen-Gesicht, das auf den ersten Blick gutmütig wirkt.

 

Aber das täuscht. Warnig ist ein ehemaliger Offizier des ostdeutschen Geheimdienstes Stasi. Er wurde in den 80er Jahren von Wladimir Putin in Dresden für den KGB rekrutiert und half ihm über mehrere Jahre, Agenten aus dem Westen anzuwerben⁠7. Die Verbindung der beiden ist durch Interviews und Geheimdienstdokumente gut belegt und wurde in einem Artikel des Wall Street Journals aus dem Jahr 2005 umfassend dargestellt.⁠8  Bald nach der Wende durchlief Warnig ein Management-Training bei der Dresdner Bank und übernahm anschließend das Petersburger Büro der Bank - wo Putin gerade stellvertretender Bürgermeister geworden war. Nach Putins Wahl zum Präsidenten übernahm er Aufsichtsratsmandate bei einigen der wichtigsten Unternehmen Russlands: bei der Bank Rossija, einem Kanal für Transaktionen zwischen Rohstoffindustrie, Oligarchen, Geheimdiensten und Unterwelt; bei Nord Stream, dem Betreiber der Ostsee-Pipeline, sowie bei Rosneft und Gazprom.⁠9 Der Multi-Milliarden-Konzern Gazprom wiederum ist die zentrale Drehscheibe, über die Putin seine KGB- und FSB-Seilschaften mit Posten und Geld versorgt und Kapital in den Westen schleust. Dass der Deutsche Warnig gleich an mehreren Schaltstellen dieses Machtapparats sitzt, ist ein Indiz für die außerordentliche Nähe zwischen dem Stasi-Offizier und dem Kremlherrscher.⁠10 Ihre prägenden Jahre haben sie in der Welt der Geheimdienste verbracht, wo sie lernten, wie man den Westen effektiv unterminiert. 

 

Der Weggefährte Putins ist zugleich ein Förderer Windhorsts. Er erscheint bei dessen luxuriösen Events, hält auch mal Vorträge im kleinen Kreis und verschafft dem Finanzierungskünstler ein Büro in Moskau - direkt gegenüber dem Kreml und zwei Etagen unter seinem eigenen.⁠11 Begonnen hatte Windhorsts Moskau-Connection 2008 mit einem Aktien-Deal zulasten der Nord LB und zugunsten des Oligarchen Len Blavatnik⁠12. Inzwischen hat Windhorst offensichtlich Zugang zum Zentrum der Macht. 

 

Schaut man sich die Zahlungsströme an, dann wird deutlich dass sie vor allem in eine Richtung fließen: von West nach Ost. Das Muster ist immer das gleiche: Windhorsts Sapinda sammelt Geld im europäischen Kapitalmarkt ein und reicht es dann an Akteure in den GUS-Staaten weiter. Mal handelt es sich um Investments im Ölsektor,⁠13 mal um Zahlungen an Oligarchen, die als Entschädigung oder Tilgung deklariert werden.⁠14 Vieles erscheint wirtschaftlich sinnlos, fast immer sind Briefkastenfirmen, Offshore-Konten und ungewöhnliche Finanzinstrumente involviert wie Convertible Bonds oder Put Options. Die Geschädigten sind in der Regel westliche Investoren und Finanzdienstleister, die kaum jemals ihr Geld wiedersehen. 

 

 

Der Club der alten Herren

Beim Empfang unter dem Dinosaurier sind die Geschädigten und solche, die es werden könnten, Ehrengäste. Windhorst begrüßt die Vertreter von Fidelity, Janus Capital und Generali, er platziert sie an den VIP-Tischen, ganz im Zentrum der Hintze Hall⁠15 und gibt ihnen das Gefühl, Freunde zu sein.  Einige von ihnen haben gerade eine Windhorst-Anleihe gezeichnet: eine Milliarde Euro für die Luxemburger Sapinda Invest⁠16. 

 

Besondere Aufmerksamkeit widmet Windhorst aber jenen Gästen, die nicht das Geld anderer Leute verwalten, sondern ihr eigenes aufs Spiel setzen. Vermögensverwalter nennen sie Ultra High Networth Individuals - Menschen mit einem Vermögen von über 30 Millionen Dollar. 700.000 Exemplare gibt es davon weltweit, jene 0,01% der Bevölkerung, die sich den Reichtum des Planeten zu einem großen Teil unter den Nagel gerissen haben, darunter die Besitzer der 25.000 Privatjets und der 6.000 Megayachten. 

 

Es sind Menschen, die zu ihrem Vermögen gekommen sind, weil sie ihre Interessen robust durchsetzen und Übergriffe auf ihr Kapital entschlossen abwehren. Betrug und Erbschleicherei frühzeitig zu erkennen ist ihr Tagesgeschäft. 

 

Umso erstaunlicher ist es, dass eine ganze Reihe von ihnen dem Finanzjongleur Windhorst mit Millionendarlehen ausgeholfen hat. Allen vorweg der deutsche Klinikunternehmer Ulrich Marseille. Anfang der Nuller Jahre überwies er Windhorst 10 Millionen Euro und wartete vergeblich auf die Rückzahlung. Marseille erstattete Strafanzeige wegen Betrugs⁠17. Als sich die Ermittlungen dahinschleppten, machte er die kryptische Bemerkung, dass Windhorst wohl von einflussreichen Kreisen geschützt würde⁠18. Doch später kam der Betrogene mit dem Betrüger wieder ins Geschäft. Beim Grundbuchamt Hannover ließ er eine Grundschuld auf eine heruntergekommene Windhorst-Immobilie eintragen. Höhe: 290 Millionen, das Zehnfache des Marktwerts. 

 

Doch damit nicht genug. Als könnte er Windhorst gar nicht genug Geld in den Rachen werfen, stellt er ihm 2020 ein 500-Millionen-Darlehen zur Verfügung, damit der seine Schulden bei H2O reduzieren kann⁠19. Ein Teil des Betrag kommt von Friedrich Knapp, Gründer der Modemarke „New Yorker“, und einer der großzügigsten Sponsoren des Finanzierungskünstlers. Auch er aus Gründen, die keiner kennt. 

 

Und die Liste setzt sich fort⁠20:

Der norwegischen Reeder Kristian Siem spendierte 144 Millionen.

Der italienische Kreuzfahrt-Unternehmer Manfredi Lefebvre d’Ovidio 120 Millionen.

Der Hongkonger Unternehmer Horst Pudwill einen hohen Millionen-Betrag für Windhorsts Robotik-Abenteuer Avatera.

Schließlich Nathaniel Rothschild, der eine Millionenforderung gegen Windhors erhebt, gleichzeitig aber Aufgaben in seiner Holding übernehmen will. 

 

Alle Kläger sind Milliardäre und alle bis auf Rothschild sind alt. Sie haben die Kunst, sich nicht über den Tisch ziehen zu lassen, im Laufe ihres Lebens zur Perfektion entwickelt. Ein Blick in die chaotischen Bilanzen, auf die windigen Geschäftsmodelle, die fehlenden Strukturen hätte genügt, um ihnen die Sinnlosigkeit eines Investments im Windhorst-Imperium deutlich zu machen. Wenn es aber kein geschäftliches Interesse gewesen sein konnte, was den Club der alten Herren antrieb, dann muss es eine andere Art von Abwägung gegeben haben. Ein schmerzlicher finanzieller Verlust gegen ein größeres Übel: ein Schaden für die Reputation. Oder eine strafrechtlicher Ermittlung. Vielleicht waren auch nicht immer die spendablen Herren betroffen, sondern enge Familienangehörige - Söhne zum Beispiel, die eine Dummheit gemacht hatten. 

 

 

Der Gatsby von Kensington

Inzwischen setzen sich die Gäste an die weiß gedeckten runden Tische, manche schauen sich die Menükarten an. Es gibt vier Gänge mit passender Weinbegleitung. Der Caterer schickt sein sorgfältig gecastetes Personal mit dem ersten Gang in die Halle - gut aussehende junge Männer und Frauen, die die strikte Anweisung haben, keine Witze und keinen Small Talk zu machen. Auch sie tragen Jacket und Fliege, aber im Unterschied zu denen, die sie bedienen, werden sie am Ende des Abends mit der District oder der Victoria Line Richtung East End oder Brixton fahren - wo ein Zimmer in einer grauen Reihenhaussiedlung auf sie wartet. Viele von ihnen haben Vorfahren, die schon in Indien oder Jamaika widerstrebend dem Empire dienten. 

 

 Windhorst ist selbst kein Angehöriger jener Schicht, um die er sich in London bemüht. Deren Mitglieder sehen in ihm einen Emporkömmling mit rätselhaftem Hintergrund: der Jay Gatsby von Kensington. Wie im Roman von Fitzgerald gilt die Herkunft seines Vermögens als unklar - wenn es überhaupt ein Vermögen ist und nicht ein Kartenhaus aus Schuldpapieren. Mit Sicherheit kann man aber sagen, dass ein Teil des Kapitals, mit dem er die 200.000-Pfund-Rechnung für diesen Abend bezahlt, aus Asien stammt. 

 

 

Billion Dollar Whale

Am 16. September 2013 erhält Lars Windhorst über eine seiner Firmen eine Überweisung aus Luxemburg - vom Global Opportunity Fund. Hundert weitere von derselben Adresse folgen, insgesamt ein dreistelliger Millionenbetrag in einem Zeitraum von zwei Jahren.⁠21 Der Fonds ist ein Alternative Investment Fund, AIF, ein wenig reguliertes Vehikel für professionelle Investoren, das in fast alles investieren darf, was der Finanzmarkt so bietet. Normalerweise poolt so ein AIF das Geld einer ganzen Reihe von Investoren, die alle eine individuelle Prüfung durchlaufen haben müssen, den sogenannten KYC-Prozess. Transferiert der Fonds dann Geld, gilt die Quelle als sauber - alle verlassen sich auf die Wachsamkeit der Luxemburger Behörden. Im Fall des Global Opportunity Funds ein Fehler.

 

Die Finanzspritze für Windhorst stammt nämlich aus der Plünderung eines Staatsfonds im fernen Malaysia. Sein Name: One Malaysia Development Berhad, oder kurz: 1MDB. Der Schaden: je nach Zählweise zwischen 3,5 und 11 Milliarden Dollar. Die Plünderung des Fonds verläuft parallel zu Windhorsts kometenhaftem Aufstieg vom Bankrotteur zum gefeierten Gastgeber im British Museum - und lohnt schon deshalb einen Exkurs.

 

Im Zentrum der Geschichte um 1MDB steht die asiatische Variante von Lars: ein junger Malaysier mit viel Ehrgeiz und wenig Skrupeln. Er heißt Jho Low, stammt aus einer chinesischen Unternehmer-Familie in Penang und kennt aus Schulzeiten den Sohn eines Politikers, Najib Razak. Als der  Premierminister wird, überredet Low ihn, einen Entwicklungsfonds für Malaysia ins Leben zu rufen. Das Kapital werde er auf dem internationalen Kapitalmarkt besorgen, für den Wahlkampf des Politikers werde natürlich auch was abfallen⁠22. Razak genehmigt den Fonds. Der Fonds ist am Anfang nichts weiter als eine leere Hülle mit staatlichem Siegel. Malaysias Credit Rating ist schlecht, Investoren fassen sowas nicht an. Jho Low überzeugt deshalb einen arabischen Staatsfonds, für das malayische Vehikel zu bürgen⁠23: die International Petroleum Investment Company, IPIC, aus Abu Dhabi. Die geht damit ein Milliarden-Risiko ein, und das ohne einen einzigen Dollar Sicherheit. Mit der Bürgschaft der Scheichs wendet sich Jho Low an das Hongkonger Büro von GoldmanSachs. Ob die Herren nicht Interesse hätten, Anleihen für diesen neuen malaysischen Fonds zu strukturieren und auch gleich den Vertrieb zu übernehmen. Bei den Gebühren wolle man nicht knauserig sein. Dann geschieht das unfassbare: eine der angesehensten Investmentbanken der Welt geht Klinken putzen einen 28jährigen Uni-Absolventen ohne Track Record - aber mit Betrugsabsicht.

 

Zwischen 2009 und 2015 sammelt GoldmanSachs insgesamt 6,5 Milliarden Euro bei Investoren in der ganzen Welt ein - für den Kauf von Kraftwerken, Beteiligungen und die Finanzierung von Entwicklungsprojekten in Malaysia. Aus anderen Quellen kommen weitere 5 Milliarden dazu.

 

3,5 Milliarden zweigt Low für sich ab - und für seine Gang: Politiker und Banker, Kumpels und Celebrities. Aus der Beute werden Luxusimmobilien in London und New York finanziert, sinnigerweise aber auch der Film „Wolf of Wallstreet“ mit Leonardo di Caprio.  Die Frau des Premiers, Rosmah Mansor, ist eine resolute Dame mit einer Vorliebe für Cartier und Hermés. Jho Low bezahlt ihre berüchtigten Shopping Touren in Hongkong und New York, wo die Tüten der Luxuslabels manchmal ganze Lieferwagen füllen⁠24. 681 Millionen Dollar wird der gute Geschmack der Präsidentengattin Malaysia am Ende kosten⁠25. 

 

Jho Low feiert unterdessen in Hollywood die extravagantesten Parties der 10er Jahre; verspielt Dutzende von Millionen in den Casinos von Las Vegas, nur um zu zeigen, dass er’s kann. Und er zahlt auch für Begleitung: Paris Hilton und Kim Kardashian bekommen tonnenweise Cash -  nur dafür, dass sie seine Parties schmücken.⁠26 Anders als der disziplinierte Windhorst bekommt ihm das flotte Leben nicht gut: Whisky und Bewegungsmangel setzen ihm zu. Sein feines Gesicht verliert Kontur. Vielleicht auch deshalb heißt die bekannteste Biographie über ihn „Billion Dollar Whale“. Schönheit sucht Jho Low jetzt vor allem in der Kunst: für hunderte von Millionen kauft er Prestigewerke auf Auktionen und schenkt Leonardo di Caprio zum Geburtstag einen Picasso⁠27. Es ist ein Leben wie im Rausch, „Crazy Rich Asians“ auf Speed. 

 

2015 fällt Jho Low den Ermittlungsbehörden auf. Zuviele Transaktionen, zuviele Offshore-Firmen, zuviel BlingBling und keine Erklärung für den Ursprung des vielen Geldes. In Singapur, New York und Zürich wird ermittelt. 

 

Die Schweizer finden heraus, dass der Knotenpunkt der Geldwäsche in einem unscheinbaren Bürogebäude in der Zürcher Pelikanstrasse liegt: bei der Falcon Private Bank. 2,5 Milliarden Dollar aus der Plünderung des Fonds laufen über deren Konten und werden dann über ein Netzwerk von weiteren Fonds und Firmen stufenweise gewaschen⁠28. Orchestriert hat das ein Mann aus dem Aufsichtsrat der Bank: Khadem Abdullah Qubaisi, Chef der International Petroleum Investment Company und Vertrauter des Kronprinzen von Abu Dhabi, Scheich Mohamed bin Zayed. Er ist derjenige, der die haarsträubende Bürgschaft für den malayischen Entwicklungsfonds veranlasst hat. 

 

Nicht umsonst, wie ein Untersuchungsbericht des Wirtschaftsprüfers KPMG enthüllt. Als Qubeishi in den Verwaltungsrat der Bank rückt, eröffnet er das Nummernkonto 5558890. In mehreren Tranchen fließen auf dieses Konto 300 Millionen Dollar, die auf Treuhandkonten verschoben werden und schließlich in Luxemburg landen - beim Global Opportunity Fund (GOF). Den hat die Falcon Private Bank 2012 eigens für Qureishi eingerichtet. Fast alle Investments des Fonds gehen an Windhorst und seine Firmen.⁠29 Damit ist der Araber einer der wichtigsten Finanziers des Windhorst-Imperiums.

 

Zugleich war Windhorst einer der wichtigsten Kunden der Falcon-Bank. Mit dem CEO der Bank bespricht er im Emailverkehr die Investment-Möglichkeiten für den Fonds und setzt Qubeishi in cc.

 

Die Schweizer Justiz befindet die Falcon Private Bank 2021 der „qualifizierten Geldwäsche“ für schuldig; Qubeishi wird in Abu Dhabi zu 15 Jahren Haft verurteilt; Najib Razak hat den Präsidentenpalast mit dem Gefängnis vertauscht; und der Master Mind des Ganzen, der Party-Löwe Jho Low, hat sich nach China abgesetzt. Nur Lars Windhorst macht weiter wie gewohnt. 

 

Teile eines großen Puzzles

Als er im Dezember 2015 auf seinem glamourösen Weihnachtsempfang unter dem Brachiosaurus des British Museum steht und seine Gäste empfängt, fällt sein prüfendes Auge vor allem auf deren Zahlungsfähigkeit. Wer würde die Lücke füllen können, die sich durch den drohenden Ausfall von Jho Low, Qubeishi und der Falcon Bank wohl bald auftuen würde? Heute wissen wir, dass Bruno Crastes der Auserwählte war. Der Investment-Star, dessen Hedgefonds H2O um 2,6 Milliarden erleichtert wurde.  

 

Schauen wir uns die Puzzle-Teile mit etwas Abstand an: ein Uni-Absolvent initiiert die Gründung eines Staatsfonds mit Hilfe eines korrupten Politikers; der Vertraute eines arabischen Kronprinzen genehmigt eine Bürgschaft; zusammen spannt das Trio die größte Investmentbank der Welt vor ihren Karren und läßt sie das Geld einsammeln, das die drei und ihre Helfer in aller Öffentlichkeit verprassen. Aufsichtsbehörden und Compliance-Abteilungen in drei Kontinenten schauen weg oder werden ausgebremst.

 

Und dann fließt ein Teil der Beute an einen Finanzierungskünstler, der in Europa eine ganz ähnliche Show betreibt: Anleihen ohne Absicherung, Verschiebung von Kapital, Offshore-Strukturen und ein Lebensstil im Filmformat. Beide, Windhorst und Jho Low, betreiben die Extraktion von Vermögenswerten in großem Stil, und offensichtlich gibt es Berührungspunkte und Kooperation. 

 

Windhorst ist also ein Knotenpunkt zwischen mehreren Netzwerken: der Malaysia-Connection des Chinesen Jho Low; der Kreml-Connection um Matthias Warnig und Len Blavatnik; und dem Epstein-Netzwerk über Peter Mandelson. Jedes dieser Netzwerke hat Berührungspunkte zur Organisierten Kriminalität. Epstein und die Kreml-Connection haben zudem einen anerkannten Track Record in der Beschaffung und Verwertung von Kompromat. Hier liegt einer der Erklärungsansätze, warum Windhorsts Geschäftspartner so bereitwillig gezahlt haben, obwohl sie wußten, dass sie ihr Geld vermutlich nie wieder sehen würden. 

 

Sibirische Sauna

 

Am 22. Mai 2010 veröffentlicht die Daily Mail einen Artikel über zwei Kumpels von Windhorst und einen Sibirien-Trip: Headline: „Mandelson, an Oligarch and a 500m Deal“. Eine Titelgeschichte. Der Artikel beschreibt, wie Nathaniel Rothschild den EU-Handelskommissar Peter Mandelson 2005 zu einem privaten Dinner nach Moskau lotst. Dort soll Mandelson mit dem Aluminium-Magnaten Oleg Deripaska über Zollvergünstigungen für russisches Aluminium gesprochen haben. Tenor des Berichts: Mandelson habe sich einwickeln lassen und die Interessen der EU verkauft. Eine Marionette in den Händen der Rothschilds⁠30.

 

Der Beschuldigte ist zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Minister im Kabinett Brown, und das macht die Sache politisch so brisant, dass Rothschild Mandelson zu Hilfe kommt: er verklagt die Zeitung wegen Verleumdung. Vor Gericht kommen dann die pikanten Details der Reise ans Licht: Milliardäre in der Dampfsauna, Eisbäder und Peitschrituale mit Birkenzweigen - ausgeführt durch einen 25jährigen Fachmann für sibirische Sauna-Rituale. Als Nathaniel Rothschild vor Gericht sagt, dies alles sei rein privat gewesen und sehr genußvoll -  „very enjoyable“ - verzieht der ehrenwerte Richter Tugendhat keine Mine. 

 

Der Prozess legt eine weitere Schicht der Netzwerke frei, mit deren Hilfe Windhorst operiert: Deripaska ist - ebenso wie Matthias Warnig - eine zentrale Figur in Putins Machtapparat. Den Grundstein für sein Vermögen hat er in den blutigen Aluminium-Kriegen der 90er Jahre gelegt. Zugleich ist er Mentor von Windhorsts erstem russischen Geschäftspartner: Len Blavatnik. Der wiederum ist ein Brückenkopf des Kreml im Westens - ein Großspender der Republikaner⁠31 und ein Gast Jeffrey Epsteins⁠32. Zugleich ist Deripaska Geschäftspartner der Rothschilds bei der Entwicklung eines Yachthafens in Montenegro.

 

Peter Mandelson wiederum ist fasziniert von der Welt der Superreichen, was ihm wegen der Annahme kleinerer Gefälligkeiten mehrfach politischen Ärger einbrachte. Er saß im Beirat von Sapinda und war langer ein wichtiger Verbindungsmann Epsteins in Großbritannien. Mit Nathaniel Rothschild teilt er eine Vorliebe für das gleiche Geschlecht - was den Gesundheitsritualen in der sibirischen Sauna eine besondere Note gibt. 

 

Die britische Klatschpresse spekuliert gerne über Orgien im Sommerhaus der Rotschilds auf Korfu, zu denen schwule Hollywood-Produzenten und prominente Innenarchitekten einfliegen⁠33 sollen. Als Zeugen vor Gericht präsentiert Nathaniel Rothschild relativ unbekümmert seinen Reisebegleiter, den gut aussehenden Sebastian Taylor, der in der Sauna dabei war. Über seinen Hintergrund ist wenig bekannt, aber er wird oft auf denselben Events fotografiert wie Rothschild. Wenige Wochen nach dem Prozess zum Beispiel beim 40jährigen Jubiläum von Londons Edelclub Annabel’s⁠34.

 

Die sibirische Sauna-Runde und Epsteins Beach-Parties sind ein Milieu, in dem sich Intimes und Geschäftliches vermischt; in dem Kumpanei, Mitwisserschaft und Erpressbarkeit gedeihen. Lars Windhorst ist über eine ganze Reihe von Geschäftspartnern mit diesen Netzwerken verbunden. Diese Verbindungen erklären möglicherweise seine geradezu magische Fähigkeit, Geldbörsen zu öffnen und Kapital verschwinden zu lassen. Während er das Tagesgeschäft seiner Firmen dagegen völlig ignoriert. 

 

Und noch ein Detail fällt auf: der China-Bezug. Bei Windhorst-Saga steht am Anfang der Chinese Ming Rong Zhang, der den Grundstein für den Aufstieg legte - und dann spurlos verschwand. Bei der Plünderung des Staatsfonds 1MDB ist China die letzte Station der Geschichte. Als der Finanzjongleur Jho Low mit internationalem Haftbefehl gesucht wird, verzieht er sich zunächst auf seine Yacht - und dann nach Shanghai⁠35. Unter dem Schutz der kommunistischen Partei lebt er dort in einer Gated Community mit Golfplatz. Nachdem er zuvor die Klaviatur des Kapitalismus virtuos bespielt - und ad absurdum geführt hatte. Wurde Jho Low aus Beijing gesteuert? War es seine Mission, das US-freundliche Malaysia an der strategisch wichtigen Straße von Malakka zu destabilisieren?

 

Windhorst und Jho Low, beides Jongleure mit außergewöhnlichem Überzeugungstalent, hatten in ihrem Wirken etwas Zerstörerisches, wie auch Jan Marsalek, der große Star des Wirecard-Skandals. Und alle drei waren keine Einzeltäter - sondern eingebunden in größere Strukturen. Manche Pfade ihrer Netzwerke weisen nach Moskau oder Beijing. Aber sie hatten auch Verbündete im Westen. Beide sind sie Teile eines großen Puzzles - das im Laufe der dieser Serie immer mehr Konturen bekommt.

 

Im British Museum haben sie den Dinosaurier inzwischen gegen einen Blauwal ausgetauscht. Was irgendwie an Jho Low erinnert, aber auch an Artensterben und Klimakrise. Das Skelett wurde „Hope“ getauft. Eine Erinnerung daran, dass die Spezies Blauwal tatsächlich gerettet werden konnte - vor der Gier der Walfänger und der Unersättlichkeit des Menschen. 

 

 

 

1 Financial Times, 16.12.2015

„Dealmakers: The irrepressible Mr Windhorst“

https://www.ft.com/content/cf7f48b4-9f41-11e5-8613-08e211ea5317?syn-25a6b1a6=1

Abgerufen: 2026-03-24 10:54:43

2 The Guardian, 05.02.2026

How the Epstein Scandal has shaken the British Government to its core

https://www.theguardian.com/politics/2026/feb/05/how-epstein-scandal-shaken-british-government-peter-mandelson

Abgerufen: 2026-03-29 10:23:56

3 Department of Justice, Epstein-Library.

EFTA01744877.pdf

https://www.justice.gov/epstein

Abgerufen: 2026-03-29 10:29:40

4 ManagerMagazin, 12.05.2016

„Lars Windhorst: auf wen er zählen kann und auch wen nicht“

https://www.manager-magazin.de/fotostrecke/lars-windhorst-auf-wen-er-zaehlen-kann-und-auf-wen-nicht-fotostrecke-136734.html

Abgerufen: 2026-03-25 09:23:45

5 Neu Westfälische, 15.07.2011

Ex-Kohl-Sprecher Andreas Fritzenkötter arbeitet jetzt für Lars Windhorst

https://www.nw.de/nachrichten/wirtschaft/4727989_Ex-Kohl-Sprecher-Andreas-Fritzenkoetter-arbeitet-jetzt-fuer-Lars-Windhorst.html

Abgerufen: 2026-03-23 14:47:25

6 DER SPIEGEL, 21.09.2021

Lars Windhorst spendet je 250.000 Euro an CDU und FDP

https://www.spiegel.de/politik/deutschland/lars-windhorst-schillernder-investor-spendet-250-000-euro-an-cdu-a-632e2535-b3a8-40d0-92c9-6357ee64d9b0

Abgerufen: 2026-03-29 10:35:33

7 „Warnig war Teil einer KGB-Zelle in Dresden, die Putin unter dem Deckmantel einer Unternehmensberatung gegründet hatte, wie ein ehemaliger, von Putin rekrutierter Stasi-Mitarbeiter später sagte.

 

Belton, Catherine. Putins Netz.  (p. 49). (Function). Kindle Edition.

8 Der Artikel im WSJ erschien am 23.02.2005 unter der Überschrift: A Friendship Forged in Spying Pays Dividends in Russia Today“

Archiviert unter:

https://www.mail-archive.com/osint@yahoogroups.com/msg05397.html

Abgerufen: 2026-03-25 14:40:04

Die Anwerbung Warnigs war Teil der KGB-Operation „Lutsch“. Diese diente dazu, ein neues, streng geheimes Netz von Agenten aufzubauen, das den möglichen Untergang des DDR-Regimes überleben sollte. Die Anwerbung geschah meist ohne das Wissen der Stasi. Details dazu in der SCR-Folge „Das trojanische Pferd des KGB“

9 Zu diesem Zeitpunkt gehörte Matthias Warnig, der ehemalige Stasioffizier, mit dem Putin ebenfalls beim Technologieschmuggel eng zusammengearbeitet hatte, dem Aufsichtsrat der Bank Rossija an. Es war ein Zeichen dafür, dass Putins frühere KGB-Netzwerke nicht nur aufrechterhalten wurden: Sie wurden reaktiviert und versorgt mit Dutzenden Milliarden Dollar, die von Gazprom abgeschöpft worden waren.

 

Belton, Catherine. Putins Netz. Wie sich der KGB Russland zurückholte und dann den Westen ins Auge fasste:  (pp. 381-382). (Function). Kindle Edition.

10 Catherine Belton bezeichnet Warning als „Putins engsten Verbündeten aus der Stasi“

 

Belton, Catherine. Putins Netz.  (p. 491). (Function). Kindle Edition.

11 Wallstreet Journal,

„A Friendship Forged in Spying Pays Dividends in Russia Today“

Archiviert unter:

https://www.mail-archive.com/osint@yahoogroups.com/msg05397.html

Abgerufen: 2026-03-25 14:40:04

12 Link zu Windhorst-Saga II

13 Zwischen 2013 und 2015 nahm die Sapinda-Tochter Sequa Petroleum Darlehen in Höhe von insgesamt 434 Millionen USD auf, um sie in ein kasachisches Öl-Explorationsprojekt zu investieren. Ein wesentlicher Teil des Kapitals floß an den lokalen Partner Bolz LLP und an die Kazkommertsbank, um Kredite von Bolz abzulösen. Vom Gesamtvolumen der Darlehen flossen 50 Mio. USD zurück an Sequa Petroleum, über den Verbleib der übrigen 374 Millionen ist nichts bekannt.

Quelle: Financial Times, 16.12.2015

„Dealmakers: The irrepressible Mr Windhorst“

https://www.ft.com/content/cf7f48b4-9f41-11e5-8613-08e211ea5317?syn-25a6b1a6=1

Abgerufen: 2026-03-24 10:54:43

14 Bekannt wurden vor allem zwei Fälle: 

a) die Zahlung von 66 Mio. Euro an eine Offshore-Vehikel  des ehemaligen russischen Energieminister Igor Yusufov; das Geld für den Transfer lieh sich Windhorst vom Hedgefonds H2O, und zahlte es nie zurück; 

Financial Times, 14.08.2019

H2O-Backing helped „Windhorst settle suit tied to ex-Putin minister“

https://www.ft.com/content/e710c20c-b444-11e9-bec9-fdcab53d6959?syn-25a6b1a6=1

Abgerufen: 2026-03-18 10:15:34

 

b) Die Zahlung von 52 Millionen USD an Gavril Yushvaev als Entschädigung für einen geplatzten Aktien-Deal

Handelsblatt, 24.2.25

„Gavril Yushvaev: Russisches Inkasso“

https://www.handelsblatt.com/unternehmen/management/russisches-inkasso-hat-sich-lars-windhorst-mit-dem-falschen-angelegt/100108910.html

Abgerufen 2026-02-11 14:34:1

15 Name der Haupthalle im British Museum of Natural History

16 Financial Times, 15.12.2015

17 Berliner Staatsanwaltschaft Aktenzeichen 5 Wi Js 1160/03

18 Süddeutsche Zeitung, 17.05.2010

Marseille "Ich glaube, dass ihn irgendwer schützt"

https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/gerichtsstreit-um-millionen-ich-glaube-dass-ihn-irgendwer-schuetzt-1.768164

Abgerufen: 2026-03-12 11:08:07

19 Wirtschaftswoche, 31.08.2020

Nach Aufsichts-Bedenken: Windhorst gewinnt deutsche Unternehmer für H2O-Bondrückkauf

https://www.wiwo.de/finanzen/boerse/nach-aufsichts-bedenken-windhorst-gewinnt-deutsche-unternehmer-fuer-h2o-bondrueckkauf/26143836.html

Abgerufen: 2026-02-23 14:29:33

20 Summen & Namen der Investoren aus dem ManagerMagazin, 25.02.2025

Lars Windhorst: Wer den Milliardenspekulanten stoppen könnte

https://www.manager-magazin.de/unternehmen/lars-windhorst-staatsanwaelte-nehmen-kampf-mit-pleitier-auf-a-46e4d5b4-d9f9-4549-8631-f1c3c4c4f3cd

Abgerufen: 2026-03-12 12:49:32

21 BI

22 „The 1MDB fund was supposed to invest in green energy and tourism to create high-quality jobs for all Malaysians, whether of Malay, Indian, or Chinese heritage, hence the slogan “1Malaysia.” The fund, Low promised the prime minister, would suck in money from the Middle East and borrow more from global markets. But he had another selling point, one which Najib, who was ambitious, found extremely attractive: Why not also use the fund as a political-financing vehicle? Profits from 1MDB would fill a war chest that Najib could use to pay off political supporters and voters, restoring UMNO’s popularity, Low promised.“

 

Hope, Bradley; Wright, Tom. Billion Dollar Whale: The Man Who Fooled Wall Street, Hollywood, and the World (English Edition) (p. 63). (Function). Kindle Edition.

23 IPIC gewährte dem malayischen Entwicklungsfonds Bürgschaften. Das Autorenduo Hope und Wright beschreibt die Details des Deals in „Billion Dollar Whale“:

Hope, Bradley; Wright, Tom. Billion Dollar Whale: The Man Who Fooled Wall Street, Hollywood, and the World (English Edition) (p. 177). (Function). Kindle Edition. 

 

2018 mußte IPIC 1,8 Mrd. USD nach einer Einigung vor einem Londoner Gericht an Malaysia zahlen.

https://www.reuters.com/business/malaysia-says-abu-dhabis-ipic-aabar-pjs-pay-18-bln-settle-1mdb-dispute-2023-02-27/

24 Hope, Bradley; Wright, Tom. Billion Dollar Whale: The Man Who Fooled Wall Street, Hollywood, and the World (English Edition) (p. 32). (Function). Kindle Edition.

25 „At 2:30 p.m. on July 3, 2018, exactly three years after the Wall Street Journal reported on the $681 million that Najib had received, anticorruption officials arrested the former prime minister from his Kuala Lumpur mansion.“

 

Hope, Bradley; Wright, Tom. Billion Dollar Whale: The Man Who Fooled Wall Street, Hollywood, and the World (English Edition) (p. 374). (Function). Kindle Edition.

26 „It must have cost millions, Leach estimated. Here were new lovers Kanye West and Kim Kardashian canoodling under a canopy; Paris Hilton and heartthrob River Viiperi whispering by a bar;“

 

Hope, Bradley; Wright, Tom. Billion Dollar Whale: The Man Who Fooled Wall Street, Hollywood, and the World (English Edition) (p. 5). (Function). Kindle Edition.

27 „A few weeks after the Wolf of Wall Street premiere, Low, posing as Eric Tan, sent DiCaprio a $3.3 million painting by Pablo Picasso as a late birthday present. The oil painting—Nature Morte au Crâne de Taureau—was accompanied with a handwritten note. “Dear Leonardo DiCaprio, Happy belated Birthday! This gift is for you,” it read.“

 

Hope, Bradley; Wright, Tom. Billion Dollar Whale: The Man Who Fooled Wall Street, Hollywood, and the World (English Edition) (p. 253). (Function). Kindle Edition.

28 DIE WELT, 22.01.2022

Lars Windhorst: Der Weg des schmutzigen Geldes führt zum Wunderkind

https://www.welt.de/wirtschaft/plus236340659/Lars-Windhorst-Der-Weg-des-schmutzigen-Geldes-fuehrt-zum-Wunderkind.html

Abgerufen: 2026-02-23 15:53:01

29 Im Bericht von KPMG heißt es dazu: „Investitionsentscheidungen für den GOF, die in erster Linie aus LW/Sapindabezogenen Investitionen bestanden, (wurden) hauptsächlich vom ehemaligen CEO  Eduardo L. (EDLE) von FPB getroffen.“

BI vom 22.01.2022

30 Der Artikel der Daily Mail ist nicht mehr abrufbar, aber detailgenau wiedergegeben in den Gerichtsakten.

https://www.judiciary.uk/wp-content/uploads/JCO/Documents/Judgments/rothschild-v-associated-newspapers-ltd-judgment.pdf?utm_source=chatgpt.com

Abgerufen: 30.3.2026, 10:48:17

31 „Billionaire oligarchs like Leonard Blavatnik, who happened to be a naturalized American citizen, could pour millions from their immense fortunes—$31.7 billion for Blavatnik, according to Bloomberg—into America’s deeply flawed electoral finance system.“

 

Unger, Craig. American Kompromat: How the KGB Cultivated Donald Trump, and Related Tales of Sex, Greed, Power, and Treachery (English Edition) (p. 165). (Function). Kindle Edition.

32 Einladungsliste des Dinners am 19.06.2014

Epstein Library, DoJ

EFTA00284908.PDF

https://www.justice.gov/epstein/files/DataSet%209/EFTA00284908.pdf

33 The Spectator, 15.08.2009

High Life

https://spectator.com/article/high-life-15-august-2009/

Abgerufen: 2026-03-30 10:19:56

34 https://www.tatler.com/gallery/40-years-of-annabels-party

35 DER SPIEGEL, Der Finanzjongleur Jho Low - der Jan Marsalek des Fernen Ostens

https://www.spiegel.de/ausland/china-der-finanzjongleur-jho-low-der-jan-marsalek-des-fernen-ostens-a-15912802-9172-4a6d-ade5-279587fb3fbe

Abgerufen: 2026-03-30 16:07:57

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