Ceuta

CEUTA 
Der geheime Plan
hinter dem Exodus


Ende Juli 2026 stürmen 70.000 Menschen die spanische Exklave. Die Drahtzieher sind Schlüsselfiguren der marokkanischen Monarchie, in der Gier, private Obsessionen und geopolitischer Ehrgeiz eine toxische Mischung bilden.

 

Am 29. Juli um 21 Uhr strahlt das marokkanische Fernsehen die Rede des Königs zum 27. Thronjubiliäum aus. Mohammed VI zeichnet darin das Bild eines Landes, das wirtschaftlich wächst, seinen Bürgern Chancen bietet und Stabilität genießt. ⁠1Aufgezeichnet wurde die Rede in der königlichen Residenz in M’Diq, einem Ferienort am Mittelmeer, wo seine Majestät im Sommer gerne Jetski fährt. 

 

Noch während die Rede läuft, sammeln sich wenige Kilometer nördlich des Palastes Zehntausende von jungen Marokkanern und bereiten sich darauf vor, die Grenzanlagen der spanischen Exklave Ceuta zu überwinden - oder sie zu umschwimmen⁠2. Innerhalb von 18 Stunden haben 70.000 das Land verlassen. 

 

In Europa löst der massenhafte Grenzübertritt eine politische Panik aus. Eine Reihe von Regierungen macht ein Urteil des Obersten Gerichtshofs⁠3  Spaniens verantwortlich - und die liberale Immigrationspolitik der Regierung. Spanien habe die Massen mit Einbürgerung gelockt. Ein Brief von 22 EU-Regierungschefs impliziert, dass die Regierung Sanchez die Integrität des Schengen-Raums fahrlässig auf Spiel gesetzt habe⁠4.

 

Doch möglicherweise war der Pullfaktor nur ein Teil der Wahrheit. New York Times, Guardian und die spanische El Pais berichten, dass marokkanische Sicherheitsbehörden den Exodus toleriert und gefördert haben. Sie berufen sich auf Zeugenaussagen und Videomaterial.⁠5 Für die These spricht auch die Logistik: um 70.000 Menschen über Hunderte von Kilometern zielgenau an die Küste zu bringen, waren weit über 1.000 Reisebusse oder LKW erforderlich. Eine solche Massenbewegung wäre in einem zentralistisch organisierten Staat wie Marokko kaum unbemerkt geblieben. Schon gar nicht vor einem der am stärksten gesicherten Grenzräume Nordafrikas.

 

Das aber wirft neue Fragen auf. Während der König das Land in seiner Thronrede als Paradies beschreibt, demonstrieren Zehntausende mit ihrer Flucht, dass sie ihre Lebensverhältnisse unerträglich finden. Dramatischer konnte das Staatsoberhaupt kaum widerlegt werden. Und das auch noch vor den Kameras der Weltpresse. 

 

Das Timing ist ein Indiz dafür, dass der Exodus von Ceuta eine Palast-Intrige gewesen sein könnte - und zwar eine mit geopolitischer Dimension. 

 

 

 

El Morocco Club / Boxer

 

Im 20. Jahrhundert war Tanger ein Treffpunkt von Malern, Schriftstellern und Millionenerben, darunter Jean Genet, Paul Bowles, die Rolling Stones, Yves Saint Laurent und die Woolworth-Erbin Barbara Hutton. Sie lebten in den bröckelnden Riads der historischen Oberstadt, waren kreativ, rauchten Gras und feierten viel. Die Ausländer hatten hier Narrenfreiheit, viele waren schwul. 

 

In diesem Viertel, der Kasbah, betreibt heute der Franzose Vincent Coppée das Restaurant „El Morocco Club“. Es ist ein Treffpunkt der europäischen Expats und der marokkanischen Oberschicht. Außen alles traditionell mit gekalkter Fassade und maurischem Holzwerk, drinnen Nachtclub-Atmosphäre mit roten Wänden. 

 

Ab 2018 begrüßt Coppée in seinem sanft säuselnden Französisch regelmäßig einen älteren Herrn in Begleitung eines muskulösen jungen Mannes mit kahl rasiertem Kopf. Unter den Schwarz-Weiß-Fotos der Bohème von einst genießen die beiden marokkanisch-französische Fusion-Küche. 

 

Natürlich ist Coppée diskret, aber die Kasbah ist klein, und schon bald spricht sich herum, wer das ungleiche Paar ist: Mohammed VI, König von Marokko, und Abu Azaitar, deutscher Champion in Mixed Martial Arts, ein Kampfsport, bei dem nahezu alles erlaubt ist. Im El Morocco Club nennen sie ihn der Einfachheit halber den „Boxer“. 

 

Nadir Khayat, marokkanisch-schwedischer Musikproduzent mit Verbindungen zum König und bekannt für seine Arbeit mit Lady Gaga, hatte den Boxer nach einem Titelgewinn nach Rabat eingeladen⁠6.  Der kam - und zwar gleich mit seinen beiden Brüdern. Alle drei wurden über Nacht zu Personal Trainern seiner Majestät. Die Brüder gewannen einen bemerkenswerten Einfluss auf den König. Sie wohnten in seinen Palästen, begleiteten ihn zu offiziellen Anlässen und saßen beim Freitagsgebet direkt hinter ihm - drei Männer mit Glatzen in schwarzen Anzügen. Bald fingen sie an, den Zugang zum Monarchen zu kontrollieren und die Würdenträger des Landes wie Lakaien zu behandeln. Als Abu Azaitar der Hund beim Gassi-Gehen abhandenkam, wies er den Chef des Inlandsgeheimdienstes an, seine Offiziere auf die Suche zu schicken.⁠7 Im islamischen Kontext eine perfide Art der Demütigung. Da der Boxer aber mit Einverständnis des Königs anrief, hatte der Sicherheitschef keine Wahl.

 

 Zugleich protzten die Brüder auf Instagram: ihre Muskeln, ihr Monarch, ihre Uhren und ihre glitzernden Luxuskarossen: Bentleys, Bugattis und ein Ferrari in Pink, den sie mit einem pinken Flamingo und einer pinken Giraffe vor ihr Fast-Food-Restaurant stellten⁠8. Der plötzliche - und rätselhafte - Reichtum irritierte die konservative Öffentlichkeit Marokkos.

 

Zum Personal Training verzog sich Mohammed VI mit seinen neuen Freunden zunehmend ins Ausland. 200 Tage im Jahr verbrachte er in Paris, auf den Seychellen oder in den Emiraten. Und vernachlässigte dabei seine Pflichten zuhause. Termine mit dem amerikanischen Außenminister oder dem spanischen Premier wurden kurzfristig abgesagt oder gar nicht erst geplant. 

 

In einer konstitutionellen Monarchie nordeuropäischen Zuschnitts wäre das  ein größeres Ärgernis gewesen, in Marokko aber erschütterte der Ausfall des Monarchen das Fundament der Machtarchitektur. Nach der marokkanischen Verfassung ist der König der Befehlshaber aller Gläubigen, der „Commandeur des croyants“, er vereinigt religiöse und politische Macht, entzieht sich der Kontrolle durch Parlament oder Justiz und agiert wie eine vierte Gewalt, die alle anderen überragt⁠9. Die sogenannten Souveränitätsministerien -  Innen, Außen, Justiz und Militär - werden von ihm persönlich besetzt. Die gewählte Regierung kümmert um den Rest. Mohammeds Vater, Hassan II, hatte sich diese autokratische Verfassung zuschneiden lassen, damit er ohne Widerstand durchregieren konnte. Wer aufmuckte, kam in den Knast. 

 

Sein Sohn aber ist aus anderem Holz: er vermeidet öffentliche Auftritte, verhaspelt sich bei Reden, und zieht Jetski und Nachtleben den Pflichten des Hofes vor. Zu seinem 38. Geburtstag fliegt er den deutschen Sänger Lou Bega ein, der den Abend krönt mit dem Titel: „Just a Gigolo“. Private Fotos zeigen den König in Trainingshosen und T-Shirts, oder mit poppigen Jackets wie Elton John on Stage. Eigentlich möchte Mohammed VI gar nicht König sein, sondern einfach sein Leben leben⁠10. 

 

Das Vakuum an der Spitze des Staates fällt zwei Jahrzehnte nicht auf, weil es von einer Palast-Clique gefüllt wird. Erst die Ankunft der Boxer zerstört das fein austarierte System. 

 

 

Grillanzünder

 

Im Mai 2021 veröffentlicht das marokkanische Online-Portal HessPress eine Story über den König und seine neuen Freunde⁠11. Der anonyme Autor warnt, dass die Brüder den Monarchen instrumentalisierten und es darauf abgesehen hätten, die Macht an sich zu reißen. Im Palast von Rabat seien Gangster eingezogen. Der Artikel enthüllt, dass die Boxer ein eindrucksvolles Strafregister haben: Diebstahl, Erpressung, Körperverletzung, Drogenhandel, Widerstand gegen die Staatsgewalt. Sie sind in der Nähe von Köln als Söhne marokkanischer Einwanderer aufgewachsen und haben schon als Jugendliche Talent für körperliche Gewalt bewiesen. In der nordafrikanischen Community Kölns galten sie als Helden - besonders nachdem Abu Azaitar einen Immobilienmakler mit Grillanzünder übergossen hatte und mit dem Feuerzeug in der Hand dessen Ferrari-Schlüssel  forderte⁠12. 

 

Der Artikel ist eine Warnung an die Brüder, und er erscheint mit dem Einverständnis der beiden mächtigsten Männer des Landes: der eine ist Abdellatif Hammouchi, der Chef des Geheimdienstes und der Nationalen Sicherheit. Jener Mann, der den Hund suchen sollte. Hart arbeitend, aufgestiegen aus einfachen Verhältnissen, humorlos und bekannt für seine Polizeistaats-Methoden. Regime-Gegner zwingt er gerne mit Intim-Fotos zur Kooperation.⁠13 

 

Der andere ist Fouad Ali El Himma. Er trägt den Titel eines Beraters des Königs. Das Online-Portal „Africa Intelligence“ nennt ihn den „Vize-König“⁠14. 

 

Der Geheimdienstchef und der Vize-König haben nicht nur den Artikel über das Boxer-Trio lanciert, sie sind es auch, die das Grenz-Drama in Ceuta gesteuert haben. Vermutlich mit Zustimmung des Monarchen. Denn mit ihm sind sie seit Schulzeiten befreundet.  

 


 

College Royal

 

Mohammeds Vater, der autokratische und gewalttätige Hassan II, hatte das „College Royal“ gegründet, eine Privatschule im Königspalast. Dort sollten die intelligentesten und besten Schüler des Landes ausgebildet werden - zusammen mit dem Thronfolger. Unter den Besten war auch Fouad Ali el Himma, Sohn eines Lehrers aus einem Dorf bei Marrakesch⁠15. Eines Tages hielt eine Limousine aus Rabat in der staubigen Straße vor seinem Elternhaus  und brachte ihn in eine neue Welt. 

 

Die Schüler aus allen Teilen des Landes sollten für den Thronfolger Ansporn und Vorbild sein. Aber wehe, wenn der Sohn die Erwartungen des Vaters nicht erfüllte. Dann schlug er zu - 20 Hiebe mit der Peitsche, wie es ein Mitschüler französischen Journalisten erzählte⁠16. Die Jungs kämpften um die Gunst des künftigen Königs, Eifersucht und Intrigen gehörten zu ihrem Alltag. Aber aus der Klasse der zwölf entwickelte sich nach Mohammeds Thronbesteigung der innerste Kreis der Macht. Aus Schulfreunden wurden Berater, Minister und Geheimdienstchefs.  

 

Himma war einer der engsten Freunde Mohammeds gewesen. In seiner Jugend teilte die Begeisterung des Prinzen für Musik und Clubs⁠17. Jetzt, nach Jahrzehnten der Freundschaft und der Machtausübung, galt seine Loyalität immer noch dem Monarchen, aber nicht mehr ihm allein. Sie galt der Dynastie. Alles, was Himma in seinem Leben erreicht hatte, verdankte er Mohammed. Und nun mußte Himma erkennen, dass die Schwächen des Monarchen die Institution der Monarchie gefährdeten. Ein zügiger Generationswechsel wurde unvermeidlich⁠18.  

 

 

Zwischenstopp

 

Am Abend des 21. November 2024 befindet sich die 747 der China Air im Anflug auf Casablanca. An Bord befindet sich der chinesische Staatspräsident Xi Jinping mit seiner Delegation. Sie kommen vom G20-Gipfel in Brasilien, für die 17.000 Kilometer nach Beijing benötigt die Boeing einen Zwischenstopp zum Tanken. Natürlich hätte die Maschine in Lissabon, Madrid oder irgendeiner anderen europäischen Hauptstadt zwischenlanden können, aber es sollte Casablanca sein. 

 

Xi sieht das Lichtermeer der marokkanischen Wirtschaftsmetropole und am Horizont schemenhaft die schneebedeckten Gipfel des Hohen Atlas. Dazwischen, im schwarzen Niemandsland dieser mondlosen Nacht liegt der Rohstoff, der Elektromobilität auf ein neues Level hebt: Phosphat.  

 

Xi erinnert sich. Er hat den König 2016 in Beijing empfangen und mit ihm feierlich eine strategische Kooperation vereinbart. Marokko als Partner der Neuen Seidenstraße. Handel, Häfen und chinesische Direktinvestitionen. 

 

Xi wusste, dass Mohammed VI die Zügel beim Regieren ein wenig schleifen ließ. Dass die wahre Macht bei den College-Boys lag, die mit dem König zur Schule gegangen waren. Jeder von ihnen schlauer als der Monarch. Bei den Verhandlungen im Vorfeld war Xi’s Leuten ein Mann aufgefallen, der kein offizielles Amt hatte, aber dennoch die Verhandlungen zu steuern schien: Fouad Ali el Himma. Ein geschmeidiger Technokrat, ehrgeizig, pragmatisch, aber auch ein gläubiger Moslem und darauf bedacht, Europa in die Schranken zu weisen. Mit ihm besprachen die Chinesen gerne die Details der künftigen Kooperation. 

 

Am Fuß der Gangway wird Xi von einem schlanken, jungen Mann in einem dunkelblauen Anzug begrüßt: Kronprinz Moulay El Hassan, Sohn des amtierenden Königs. Die beiden schreiten die Ehrenformation ab, was für einen Tankstopp schon mal ungewöhnlich ist, und betreten dann die VIP-Lounge, wo sie auf einem roten Rokoko-Sofa Platz nehmen. Es gibt Tee und Datteln. Xi sagt, dass sich die beiden Länder in ihren Kerninteressen gegenseitig unterstützen⁠19. 

 

Der Kronprinz macht seine Sache gut: er ist 21, Student der Politikwissenschaft, und empfängt den mächtigsten - oder zweitmächtigsten - Mann der Welt mit großer Selbstverständlichkeit. Xi versteht die Botschaft, die ihm die andere Seite sendet: hier kommt ein Mann, der bald das Zepter übernehmen wird. 

 

18 Monate später wird der Prinz zum Koordinator im Generalstab der Armee ernannt, eine wichtige Vorstufe zum letzten Schritt⁠20. 

 

 

Raubtier-Royalismus

 

Die 70.000, die Ende Juli die Grenzen von Ceuta überwanden, kamen in Adiletten und Badehosen - und ohne Gepäck. Es waren die Verzweifelten und Hoffnungslosen der marokkanischen Gesellschaft. 40% der Jungen haben keine Arbeit, jeder vierte junge Marokkaner ist bereit auszuwandern. 

 

Gleichzeitig konzentriert sich der Reichtum an der Spitze der Gesellschaft, und dort vor allem im Königshaus. Hassan II hatte seinem Sohn 1999 ein Dutzend maroder Paläste hinterlassen und eine angeschlagene Beteiligungsgesellschaft, die heutige Al-Mada-Holding. Zehn Jahre später tauchte Mohammed VI plötzlich auf der Forbes Liste auf - als einer der reichsten Männer Afrikas. Unter den Monarchen dieser Welt ist er inzwischen die Nummer fünf. Geschätztes Vermögen: laut Forbes  5,7 Milliarden Dollar⁠21, es könnte aber auch ein mehrfaches sein⁠22.  

 

Der Aufstieg in die Oberliga des Reichtums war das Werk von Mounir Majidi, ein weiterer College-Boy aus dem königlichen Schulsystem. ⁠23Majidi hatte Informatik in Straßburg studiert und Business Administration in New York und galt damit als qualifiziert, das königliche Vermögen zu verwalten. Die französischen Journalisten Eric Laurent und Catherine Graciet beschreiben seine Methoden in ihrem Investigativ-Buch „Le Roi Predateur“ - was man am besten mit „Der Raubtier-König“ übersetzt.⁠24

 

Majidi hatte schnell erkannt, dass sich die feudalistischen Strukturen der marokkanischen Gesellschaft sehr gut für den Vermögensaufbau einsetzen ließen. Er nutzte die staatliche Rentenversicherung CDG als Finanzierungsinstrument für die königliche Holding. Ebenso wie die Banken des Staates. In allen Fällen beugte sich die Führung den Wünschen des Monarchen, denn die Spitzenpositionen wurden von ihm besetzt⁠25.

 

Das Kapital investierte Majidi vorzugsweise in staatlich regulierte Sektoren wie Bergbau, Energie, Mobilfunk und Landwirtschaft, wo Lizenzen oder Subventionen über Renditen entscheiden. In diesen Bereichen erreichten die Unternehmen des Raubtier-Königs schnell beeindruckende Marktanteile. Kein Wunder - wenn der Player auch Schiedsrichter ist. 

 

Das alles hatte Chinas Botschafter in Rabat, Sun Shuzhong, für seinen großen Vorsitzenden zusammengetragen. Und Xi gefiel, was er da las: ein schwacher König, ein korruptes Regime, eine Bande skrupelloser Berater. Mit Mohammed VI und seiner Holding würde man gute Geschäfte machen können. 

 

  Nach einer gewissen Anlaufzeit beginnen Chinas Staatskonzerne in Marokko zu investieren⁠26. Südlich von Casablanca entsteht das  Joint Venture COBCO, eine riesige Fabrik für die Vorprodukte der Elektromobilität. Investment-Volumen: zwei Milliarden Euro. COBCO gehört zu jeweils 50% den Chinesen und der königlichen Al-Mada-Holding⁠27. 

 

Zulieferer für die Fabrik sind die gewaltigen Phosphat-Minen Marokkos. Sie produzieren den Stoff für eine neue Technologie: Lithium-Eisen-Phosphat-Batterien - schwer entflammbar, langlebig und funktionsfähig ohne Kobalt und Nickel. Die Speicher der Zukunft.

 

Von Casablanca geht das Material entlang der Atlantikküste nach Norden. Dort steht die Gigafabrik des chinesischen Gründers Li Zhen, die Batterien für bis zu 2 Millionen Fahrzeuge liefern soll⁠28. 

 

Und noch weiter nördlich, an der Straße von Gibraltar und  in Sichtweite Andalusiens, da warten schon die Fabriken der marokkanischen Auto-Industrie auf das Herzstück der Elektro-Mobilität. Alles zusammen eine sorgfältig konstruierte Kette von den Minen im Süden bis zu Afrikas größtem Container-Hafen, Tanger Med. Er ist das Tor nach Europa.

 

 

Gesichtserkennung

 

Generalleutnant Manuel Llamas Fernandez ist 67 und seit Jahrzehnten bei der Guardia Civil. Aber was er an diesem Morgen auf den Monitoren sieht, hat er in seiner ganzen Karriere noch nicht erlebt: eine endlose Menge von Menschen bewegt sich auf den doppelten Grenzzaun zu, sie klettern den Maschendraht hoch oder sie steigen ins Meer und kommen triefend an Land. Und wenn es Tausend geschafft haben, kommen die nächsten Tausend, und dann die nächsten. Es ist der Live-Stream einer politischen Katastrophe. 

 

Llamas ist der ranghöchste Offizier der Guardia Civil, Chef des operativen Bereichs, ernannt vom Innenminister.⁠29 Ein Mann mit straffer Haltung, gutsitzender Uniform und kurzen grauen Haaren. Stationen im Sicherheitsdienst des Königs, bei der Terrorabwehr, beim internen Nachrichtendienst und in Melilla. Das ist die zweite spanische Exklave an der marokkanischen Küste. Der Generalleutnant kennt die Verhältnisse vor Ort. Ihm ist klar, dass der Massenansturm nicht ohne Zustimmung der Behörden stattfinden konnte. Die Bilder auf den Monitoren sind offensichtlich eine Botschaft.

 

2021 hatten sie eine ähnliche Lage. Damals kamen 8.000. Die Kollegen vom Nachrichtendienst, dem Centro Nacional de Inteligencia, zogen den Schluss, dass es Marokko um Spaniens Haltung zur Westsahara ging. Und die Geheimdienstler identifizierten auch die beiden Drahtzieher der Aktion: Fouad Ali el Himma, Berater des Königs und graue Eminenz von Rabat. Und Abdellatif Hammouchi, Chef des Inlandsgeheimdienstes. So steht es in dem Bericht, der später an die Zeitung El Pais geleakt wurde⁠30.

 

„Danach hat Spanien Marokkos Pläne für die Westsahara anerkannt“, erinnert sich Llamas. „Was ist diesmal die Forderung?“

 

Der Generalleutnant läßt das Bildmaterial durch die Gesichtserkennung laufen. Vielleicht nutzen Terroristen die Situation. Tatsächlich erkennt das System zwischen den jungen Männern in Adiletten und Badehosen einzelne Personen: aber nicht Terroristen, sondern Offiziere des marokkanischen Inlandsgeheimdienstes. Wieder einmal. Sie bewegen sich mit den Flüchtlingen über die Grenze und beobachten die Reaktionen der spanischen Sicherheitskräfte. Als würde die Abwehrbereitschaft Europas getestet und das Ergebnis protokolliert. Die Erkenntnis sickert aus der Guardia Civil Anfang August an die Zeitung „El Espagnol“ durch.⁠31

 

Es scheint, als ob die üblichen Verdächtigen auch dieses Mal wieder die Drahtzieher waren. Vertraute des Königs aus den Zeiten des College Royal. Architekten der marokkanischen Politik. Und Männer, die ihre Hand nach China ausgestreckt haben. 

 

 

 

 

Al Jazeera

 

In seinem Büro im Königspalast von Rabat beobachtet Fouad Ali el Himma den Feed des arabischen Nachrichtensenders Al Jazeera. Die Bilder von Ceuta beherrschen die Sendungen. Es ist ein beeindruckendes Schauspiel, und es erinnert ihn an ein Kultbuch der europäischen Rechten: „Das Heerlager der Heiligen.“ Der Autor, Jean Raspail, beschreibt darin, wie von Indien aus eine Flotte der Armen nach Europa aufbricht und an den Stränden der Cote d´Azur landet. Eine Million Menschen gehen von Bord, und die französische Gesellschaft bricht unter dem Ansturm zusammen. Die Überrannten sind für Raspail so etwas wie die letzten Heiligen aus der Offenbarung des Johannes, deren Stadt im Feuer der Apokalypse untergeht.⁠32

 

Ein prophetisches Buch, denkt Himma. Spielt mit den Urängsten der Europäer. 

 

Al Jazeera berichtet inzwischen von der Reaktion der EU. Von der Panik der Regierungschefs. Dem Ende der Solidarität. Und von der Ratlosigkeit der Europäer. Wieso haben die Marokkaner den Durchbruch zugelassen? Sie bekommen Hunderte von Millionen aus Brüssel, damit sie ihre Grenzen dichthalten. Sie haben zollfreien Zugang zum europäischen Markt. War Spanien zu freundlich zu Algerien? Oder steckte Trump dahinter? Eine Lektion für den  widerspenstigen Sanchez in Sachen Iran?

 

Alles nicht falsch, denkt Himma. Aber Ceuta passt in einen anderen Kontext. China hat in nur vier Jahren fast zehn Milliarden Dollar in Marokko investiert, 19 große Industrieprojekte - mehr als in jedem anderen Land in Afrika und im Mittleren Osten⁠33. Inzwischen steht die vollständige Lieferkette für Elektromobilität - von der Batterie bis zur Endmontage. Und bei der Einfuhr nach Europa wird kein Euro Zoll fällig. Das war einst als Hilfe für das Schwellenland gedacht, aber jetzt ist es das Einfallstor für die Chinesen. Sie sparen die 45% Einfuhrzoll, mit denen Europa verzweifelt versucht, seine industrielle Basis vor China zu schützen. 

 

Als Himma mit dem König in Beijing war, hatte Xi allerdings eine Frage: Würde Europa nicht die Zollwaffe einsetzen, genau in dem Moment, wo China Milliarden in der Wüste versenkt? 

 

Himma hatte den Chinesen angedeutet, dass er das Problem lösen werde. Der König hatte genickt. Xi hatte undurchdringlich geschaut. Abwarten hat sich für ihn meistens bewährt.

 

Dann kommt der 17. Mai 2021 und Marokko läßt 8.000 Menschen über die Grenze nach Ceuta. 10 Monate später knickt Spanien in der Westsahara-Frage ein. „Migration als Waffe“ - schreibt damals ein spanischer Think Tank⁠34.

 

In Beijing hat man die Botschaft verstanden. Fünf Jahre nach dem Besuch Mohammeds setzt plötzlich die Investitions-Offensive ein, die versprochen war und die Milliarden ins Land spülen wird.⁠35 

 

Und jetzt noch mal Krise in Ceuta. Nur zehnmal größer als 2021. Die Spanier wissen, dass sich Ceuta nicht halten läßt gegen den Willen der Marokkaner. Das ist schon Problem genug. 

 

Aber strategische Frage reicht weiter. Die Surferstrände von Tarifa liegen in Sichtweite der marokkanischen Küste, die Straße von Gibraltar ist an ihrer engsten Stelle nur 14 Kilometer breit. Ein vollbesetztes Schlauchboot braucht keine Stunde für die Strecke. Und wenn Hunderte kommen? Welche Befehle würde Generalleutnant Llamas seiner Guardia Civil geben? Was würde Frontex machen - der europäische Grenzschutz? Es ist genau das Szenario, das Raspail im „Heerlager der Heiligen“ beschreibt. Im Buch wie in der Wirklichkeit hat Europa längst nicht mehr die Skrupellosigkeit und Brutalität der Kolonialzeit. 

 

„Europas Humanität ist die Voraussetzung für meinen Plan“ - denkt Himma. Pay-Back-Time für die Zeit der Fremdherrschaft.

 

Hammouchi, der Geheimdienstchef, der den Hund der Boxer-Brüder suchen musste, hatte verstanden, was zu tun ist. 

 

Das Timing ist kein Zufall. 2025 begreift die EU, was sich da in Marokko zusammenbraut. Im Mai ´26 spricht der Handelskommissar Maros Sefkovic gegenüber der Financial Times von einem „Riesenproblem“⁠36 und die Kommission bereitet ein Gesetz vor, das Marokkos Zollfreiheit gefährden könnte. Das ist die Gemengelage, die Xi befürchtet und vorausgesehen hatte. 

 

Genau in dieser Situation überqueren 70.000 die Grenze zu Ceuta. 

 

Hat Europa das Signal verstanden? Himma weiß es nicht. Aber mit Wohlwollen registriert er, dass der spanische Premier Sanchez Marokko mit Samthandschuhen anfasst. Kein Vorwurf an die Behörden, stattdessen Lob für die Kooperation bei der Rückführung - perfektes Appeasement. Als wüsste Sanchez, dass er sich keinen Fehler erlauben darf. 

 

Nur bei der Guardia Civil hat ein Offizier die Sache mit den Agenten an die Presse durchgestochen.  

 

 

Kir Royal

 

Wieder einmal erwartet Vincent Coppee hohen Besuch im El Morocco Club - hoch über der Altstadt von Tanger. In seinem kultivierten Französisch begrüßt er Mohammed VI und seinen Begleiter. Seit 2022 ist es nicht mehr der Boxer. Den haben der Geheimdienstchef und die Graue Eminenz nach der Sache mit dem Hund abgeschossen. An der Seite des Königs kommt nun Youssef Kaddour, auch er ein muskulöser Kampfsportler, aber ohne das störende Bedürfnis nach Selbstdarstellung - und auch ohne Glatze. In einem Artikel über die „Abenddämmerung des Königs“ beschreibt Le Monde den Jiu-Jitsu-Spezialisten als „außergewöhnlich diskret“. 

 

Normalerweise diskutiert der Monarch die Weltpolitik nicht mit Youssef, aber hier oben auf der Dachterrasse des Clubs sieht man das ganze Panorama des machiavellistischen Plans, den seine Berater für das Königreich ausgeheckt haben. 

 

„Dort drüben“, der Monarch deutet über das Meer nach Norden, „da siehst du Punta Palomas, Andalusien. Fast 800 Jahre gehörte es zu uns.“ Mohammeds Dynastie, die Alawiden, führt ihre Herkunft auf die Familie des Propheten zurück und so ist der Monarch bei historischen Zuordnungen großzügiger als detailversessene Historiker. 

 

„Und hier,“ sein Arm macht eine vage Bewegung nach rechts, „haben wir den Hafen gebaut für die Rückeroberung Europas.“ Youssef folgt der Bewegung. Im Nordosten sieht man nur die weiß getünchten Apartmentblocks der Vorstädte. Aber irgendwo dahinter liegt Tanger Med, der Containerhafen. „Rückeroberung?“ - „Nun ja, sagt der Monarch, nicht mit dem Schwert, sondern mit der Macht des Handels.“ 

 

„Schau“ - diesmal deutet die Hand des Monarchen ins Inland nach Süden - „Mohammed Six Tanger Tech City, benannt nach mir. Dort bauen sie die Autos, die wir nach Europa exportieren werden. Mit Batterien aus unseren Fabriken, mit unseren Bodenschätzen. Und Europa wird sie mit offenen Armen empfangen.“ 

 

Bei diesem Satz bekommt das Lächeln des Monarchen einen boshaften Unterton. Er hebt das Glas, in dem sich Champagner und Creme de Cassis rötlich mischen. Seine College-Boys haben die königliche Holding auf allen Stufen der Wertschöpfungskette beteiligt, sie haben den Europäern die Daumenschrauben gezeigt und die Chinesen als Partner gewonnen. Sein Sohn steht als Thronfolger bereit, bald kann sich Mohammed ganz dem Leben widmen, das er immer schon führen wollte. 

 

 

1 Über die Rede berichtete das regierungsnahe Medium „Le360“.

https://es.le360.ma/politica/el-rey-presidira-el-jueves-y-el-viernes-las-ceremonias-conmemorativas-de-la-fiesta-del-trono_22IYQDXVEVAAJP7EL5SSIEIEJI/?utm_source=chatgpt.com

Abgerufen: 08.07.2026; 14:58:30

2 Die Gleichzeitigkeit der Ereignisse wurde von der spanischen Plattform „The Objective“ anhand von Videomaterial belegt.

https://theobjective.com/internacional/2026-08-02/virrey-marruecos-senalado-cerebro-avalancha-migratoria-ceuta/

Abgerufen: 07.07.2026; 10:21:21

3 In seinem Urteil 814/2026 vom 29.06.20206 entschied das Tribunal Supremo, dass Flüchtlinge, die über das Wasser spanischen Boden erreichen, nicht zurückgeschickt werden dürfen, sondern Anspruch auf ein ordentliches Anerkennungsverfahren haben. Das Urteil wurde am 8. Juli veröffentlicht.

https://efe.com/espana/2026-07-08/supremo-devolucion-caliente-migrantes-mar/?utm_source=chatgpt.com

Abgerufen: 07.08.2026; 13:54:27

 

Zuvor hatte die spanische Regierung ein Programm zur Integration von illegalen Einwanderern beschlossen, die aus der Schattenwirtschaft in sozialversicherungspflichtige Jobs überführt werden und die Staatsbürgerschaft erhalten sollten. Bis zum 29. Juni 2026 meldeten sich 1,3 Mio. Menschen statt der erwarteten 500.000

https://efe.com/espana/2026-07-08/supremo-devolucion-caliente-migrantes-mar/?utm_source=chatgpt.com

4 https://www.spiegel.de/ausland/ceuta-22-eu-staats-und-regierungschefs-unterzeichnen-offenen-brief-a-921dc04a-a672-4e22-9a76-e8e11f5bd90e

5 https://www.theguardian.com/world/2026/aug/03/ceuta-leader-border-crossing-morocco-spain

 

https://www.nytimes.com/2026/07/31/world/europe/migrants-surge-morocco-ceuta-spain.html

 

https://elpais.com/noticias/ceuta/?utm_source=chatgpt.com

6 The Economist, 14.04.2023

„The Mystery of the Missing King“

 

https://www.economist.com/1843/2023/04/14/the-mystery-of-moroccos-missing-king?utm_medium=cpc.adword.pd&utm_source=google&ppccampaignID=18151738051&ppcadID=&utm_campaign=a.22brand_pmax&utm_content=conversion.direct-response.anonymous&gclsrc=aw.ds&gad_source=1&gad_campaignid=18151761343&gbraid=0AAAAADBuq3LG5aZrKJDEo7ldHJOHiaz-9&gclid=Cj0KCQjwp9vTBhCWARIsANaUrjvaW-ivqN9qXA6zuYimUR2vl5AoGk9y0qJio4FK0ybSBBymg6SyEoAaAj-9EALw_wcB

Abgerufen: 2026-08-09 08:17:24

7 Le Monde, 24.08.2025

The Twilight of Morocco’s King Mohammed VI

https://www.lemonde.fr/en/summer-reads/article/2025/08/24/the-twilight-of-morocco-s-king-mohammed-vi_6744677_183.html?srsltid=AfmBOoqgVRzEamHveVl4DCwhtRoiE_Vaxb_yJYm1SdbjKaMpMkGnx663

Abgerufen: 10.8.2026, 13:39:38

8 The Economist, 14.04.2023

Mystery of the Missing King

9 Im Arabischen Frühling wurde die Verfassung modifiziert, die Vorrechte des Königs blieben jedoch weitgehend bestehen.

 

Laurent, Eric; Graciet, Catherine. Le Roi prédateur (H.C. ESSAIS) (French Edition) (p. 35). (Function). Kindle Edition.

10 Diese Einschätzung kommt aus dem Umfeld von Mohammed VI, wie der Economist in einem umfangreichen Artikel vom April 2023 berichtet.

„The Mystery of the Missing King“

https://www.economist.com/1843/2023/04/14/the-mystery-of-moroccos-missing-king?utm_medium=cpc.adword.pd&utm_source=google&ppccampaignID=18151738051&ppcadID=&utm_campaign=a.22brand_pmax&utm_content=conversion.direct-response.anonymous&gclsrc=aw.ds&gad_source=1&gad_campaignid=18151761343&gbraid=0AAAAADBuq3LG5aZrKJDEo7ldHJOHiaz-9&gclid=Cj0KCQjwp9vTBhCWARIsANaUrjvaW-ivqN9qXA6zuYimUR2vl5AoGk9y0qJio4FK0ybSBBymg6SyEoAaAj-9EALw_wcB

Abgerufen: 2026-08-09 08:17:24

11 https://fr.hespress.com/202353-certains-ont-le-bras-long-les-freres-azaitar-lont-muscle-et-ils-savent-sen-servir.html?utm_source=chatgpt.com

Abgerufen: 09.08.2026; 09:16:42

12 https://www.rundschau-online.de/redaktion/lange-jugendstrafe-fuer-ferrari-gangster-144112

Abgerufen: 09.08.2026; 09:45:51

13 „Morocco’s security services have long used coercive methods to silence critics, but Hammouchi’s reign is associated with one practice in particular: sexual blackmail. Journalists and dissidents say security agents have secretly recorded their most

intimate moments and then confronted them with the evidence. Those who continue to challenge the regime find that compromising videos are sent to their relatives or turn up in press outlets loyal to Hammouchi. Some targets are hauled to courts and prosecuted for rape or having sex outside marriage, a crime in Morocco.“

 

The Economist, 14.04.2023

The Mystery of Morocco’s Missing King

https://www.economist.com/1843/2023/04/14/the-mystery-of-moroccos-missing-king

Abgerufen: 11.08.2026; 14:57:31

14 Africa Intelligence, 19.12.2025

https://www.africaintelligence.com/north-africa/2025/12/19/the-key-lieutenants-of-royal-adviser-fouad-ali-el-himma,110582404-ar2

Abgerufen: 12.08.2026; 08:19:39

15 Le Point, 14.10.2010

https://www.lepoint.fr/societe/el-himma-le-joker-du-roi-14-10-2010-1252455_23.php

Abgerufen: 11.8.2026, 07:45:52

16 Laurent, Eric; Graciet, Catherine. Le Roi prédateur (H.C. ESSAIS) (French Edition) (p. 39). (Function). Kindle Edition.

17 Himma besaß eine Wohnung über dem Nachtclub Amnesia in Rabat und ließ sich einen Fahrstuhl von seiner Wohnung direkt in den Club installieren. Diesen benutzen Himma und der Kronprinz, um in den VIP-Bereich zu kommen. 

 

The Economist, 

„Mystery of the Missing King“

18 In einer sechs-teiligen Artikelserie über die marokkanische Monarchie aus dem Jahr 2025 interpretiert die französische Zeitung Le Monde den Artikel in HeesPress als Anfang vom Ende der Herrschaft Mohammeds VI.

https://www.lemonde.fr/series-d-ete/article/2025/08/24/au-maroc-une-atmosphere-de-fin-de-regne-pour-mohammed-vi_6634562_3451060.html?utm_source=chatgpt.com

Abgerufen: 09.08.2026; 10:09:33

19 Verlautbarung des chinesischen Außenministeriums, 22.11.2024

https://www.fmprc.gov.cn/eng./zy/jj/xjpcxapecg20/202411/t20241125_11532378.html?utm_source=chatgpt.com

Abgerufen: 12.08.2026; 10:58:11

20 Bereits sein Vater hatte diese Posten vor der Thronbesteigung inne, wie das Presse-Communiqué des Hofes betont

https://maroc.ma/fr/actualites/communique-du-cabinet-royal-2?utm_source=chatgpt.com

21 https://www.forbes.com/profile/king-mohammed-vi/

Abgerufen: 17.08.2026; 08:50:30

22 Grund dafür ist die Intransparenz der Vermögensverhältnisse der königlichen Familie. Im Mai 2025 gab Al Mada, die königliche Holding, ein gemeinsames Investment mit der Abu Dhabi National Energy Company in Marokko bekannt, das ein Volumen von 14 Mrd. US-Dollar haben und von den Partnern jeweils zur Hälfte getragen werden sollte. Das Volumen ist ein Indiz dafür, dass das Vermögen der Königsfamilie wesentlich größer ist als von Forbes geschätzt.

https://www.reuters.com/sustainability/boards-policy-regulation/morocco-taqa-nareva-team-up-develop-energy-desalination-projects-2025-05-19/?utm_source=chatgpt.com

Abgerufen: 17.08.2026; 08:57:54

23 Majidi hatte nicht das College Royal besucht, sondern eine ähnliche Institution, die von Mohammeds Neffen Naoufel Osman ins Leben gerufen worden war. Damit stand er von Jugend auf in Verbindung mit der Königsfamilie.

 

Laurent, Eric; Graciet, Catherine. Le Roi prédateur (H.C. ESSAIS) (French Edition) (p. 58). (Function). Kindle Edition.

24 Laurent, Eric; Graciet, Catherine. Le Roi prédateur (H.C. ESSAIS) (French Edition) (p. 91). (Function). Kindle Edition.

25 Die Caisse de Depots et de Gestion verwaltetet die Rücklagen für die Renten der Angestellten des Staats, der Kommunen und der staatlichen Unternehmen. Sie ist einer der größten Investoren des Landes und verwaltet ein Vermögen von 13 Mrd. Euro.

 

Laurent, Eric; Graciet, Catherine. Le Roi prédateur (H.C. ESSAIS) (French Edition) (p. 91). (Function). Kindle Edition.

26 Unter den größten Investoren ist die China Communications Construction Company, die wir bereits aus der Drachen-Serie über die Straße von Malakka kennen. CCCC hatte den Milliarden-Betrug des malaysischen Finanzjongleurs Jho Low genutzt, um sich in die Infrastruktur Malaysias einzukaufen. („Im Auftrag des Drachen  III“)

27 Die Produktion wurde Mitte 2025 aufgenommen. Chinesischer JV-Partner ist CNGR Advanced Material, auf marokkanischer Seite die SIGER-Tochter Al Mada. 

 

https://www.reuters.com/world/africa/sino-moroccan-cobco-begins-producing-ev-battery-materials-2025-06-25/

https://www.argusmedia.com/ja/news-and-insights/latest-market-news/2490989-china-s-cngr-to-build-battery-cam-lfp-plant-in-morocco

28 Die Fabrik von Gotion High Tech steht in Kenitra. VW hat einen Anteil von 25%. 

https://www.reuters.com/business/autos-transportation/companies-invest-ev-battery-factories-europe-2023-05-18/?utm_source=chatgpt.com

29 https://es.wikipedia.org/wiki/Manuel_Llamas_Fernández

Abgerufen: 17.08.2026; 09:05:33

30 Der Artikel erschien am 6. Juni 2022, rund ein Jahr nach den Grenzvorfällen, unter der Überschrift: 

„El CNI atribuyó la crisis de Ceuta al “discurso agresivo” de Rabat sobre el Sáhara Occidental“

 

https://elpais.com/espana/2022-06-06/el-cni-atribuyo-la-crisis-de-ceuta-al-discurso-agresivo-del-rabat-sobre-el-sahara-occidental.html

Abgerufen: 15.08.2026; 09:05:33

31 „La Guardia Civil detecta a agentes de inteligencia de Marruecos entre los migrantes que se colaron en Ceuta“

https://www.elespanol.com/espana/20260802/guardia-civil-detecta-agentes-inteligencia-marruecos-migrantes-colaron-ceuta/1003744340316_0.html

Abgerufen: 15.08.2026; 09:29:51

32 Jean Raspail: Das Heerlager der Heiligen, Hohenrain-Verlag, Tübingen/Zürich/Paris 1985

Französische Originalausgabe: „Le Camp de Saints“, Paris 1973

33 Financial Times, 31.05.2026

https://www.ft.com/content/706c1db4-effa-4e53-9bdd-f66496407626?syn-25a6b1a6=1

Abgerufen: 17.08.2026; 09:23:59

34 Ceuta: The weaponization of migration

Barcelona Centre for International Affairs

https://www.cidob.org/en/publications/ceuta-weaponisation-migration

35 Financial Times, 31.05.2026

https://www.ft.com/content/706c1db4-effa-4e53-9bdd-f66496407626?syn-25a6b1a6=1

Abgerufen: 17.08.2026; 09:23:59

36 Financial Times, 31.05.2026

https://www.ft.com/content/706c1db4-effa-4e53-9bdd-f66496407626?syn-25a6b1a6=1

Abgerufen: 17.08.2026; 09:23:59

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